Mini Concept Tokyo: Corned Beef im Sushi-Land - DER SPIEGEL
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Mini Concept Tokyo Corned Beef im Sushi-Land

Die urbritische Marke Mini präsentiert auf der Tokio Motor Show ein Picknickmobil, das den vor 45 Jahren vorgestellten Mini Traveller ins neue Jahrtausend katapultiert. Sieht so die nächste Mini-Modellerweiterung aus?
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Auf der IAA in Frankfurt fing es an, jetzt folgt der zweite Streich bei der Tokio Motor Show: Die Anzeichen dafür verdichten sich, dass der nächste Zuwachs der Mini-Modellfamilie (nach Basismodell und Cabrio) ein zweitüriger Mini-Kombi sein könnte. Sozusagen die Wiedergeburt des Mini Traveller, der 1960 unter den Modellbezeichnungen Austin Seven Countryman und Morris Mini Traveller vorgestellt wurde. Auch die beiden jüngsten Studien der Marke, die inzwischen in BMW-Besitz ist, deuten mit ihrem verlängerten Heck in diese Richtung.

Während das Konzeptauto auf der IAA noch puristisch weiß und silbrig glänzte, genehmigt sich die Studie für die Tokio Motor Show ein wenig mehr Farbe. Die Sitzbezüge im Chesterfield-Design etwa sind grün, ebenso das Dachelement und die sogenannte Sport Utility Box, die unter anderem auch in die Ausschnitte der geöffneten hinteren Seitenscheiben eingehängt werden kann. Außerdem gibt es Details in Messingoptik, eine umlaufende Fahrzeugunterkante aus schwarzem Neopren sowie graue Carbonfaseroptik und einen Nylonteppich im Fußraum des Autos.

Um den Eindruck eines sportlich-trendigen Reisemobils zu unterstreichen, trägt die Mini Studie einen Tisch und zwei Klappstühle auf dem Dach. Die vorderen Sitze sind drehbar, um einerseits die Fondplätze bequem erreichen zu können, andererseits auch, um das Auto als Mini-Lounge nutzen zu können. Die Rücksitze können auch umgeklappt werden, wodurch ein ebener Laderaum entsteht. Der wiederum ist durch eine symmetrisch geteilte Doppeltür am Heck zu erreichen, deren Heckscheiben sich übrigens versenken lassen.

Alle vier Türen, also auch die beiden vorderen, großen Einstiegstüren links und rechts, verfügen über eine Parallelogramm-Kinematik. Das bedeutet: Sie schwenken gleichzeitig zur Seite und nach vorne auf. So entsteht eine große Öffnung bei vergleichsweise geringem Platzbedarf. Ob diese Technik auch bei einem Serienmodell Verwendung finden würde? Die Verantwortlichen sagen dazu derzeit nichts, lächeln still und freuen sich über den anhaltenden Mini-Hype. Die Fabrik in Oxford arbeitet an ihrer Kapazitätsgrenze, rund 200.000 Mini-Modelle sollen in diesem Jahr dort gefertigt werden. Um in Zukunft die Kapazität und die Flexibilität des Werks zu erhöhen, hat BMW angekündigt, in den nächsten zwei Jahren 100 Millionen Pfund (zirka 138 Millionen Euro) in die Produktionsanlagen zu investieren.

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