Mini-Studie Beachcomber: Sommer, Sonne, Strandmobil - DER SPIEGEL
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Mini-Studie Beachcomber: Inspiration aus dem Hawaii-Urlaub

Mini-Studie Beachcomber Sommer, Sonne, Strandmobil

Der Mini Moke war in den sechziger Jahren das Kult-Mobil in zahlreichen Urlaubsorten. Von dem offenen Geländewagen ließen sich nun die Mini-Designer inspirieren und bauten die Studie Beachcomber. Das Konzeptauto soll einen Ausblick auf das kommende Mini-Crossover-Modell geben.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Wenn Marcus Syring über Hawaii spricht, hört sich das so an: "Tolle Straßen, tolle Strände, tolle Berge, toller Sport", schwärmt der Leiter des Exterieur-Designs bei der BMW-Tochtermarke Mini. Ein passendes Auto für die Pazifikinsel wäre zweifellos der 1964 auf den Markt gekommene Mini Moke, ein Modell, das vom klassischen Mini ursprünglich fürs Militär entwickelt worden war, das aber aufgrund der geringen Bodenfreiheit keine Armeekarriere, sondern eine Laufbahn als Freizeitmobil einschlug. Wer wie Syring bei Mini arbeitet, der hat dieses Modell beim Stichwort Hawaii natürlich gleich vor Augen. Auf der Auto-Show in Detroit (11. bis 24. Januar) stellt Mini die luftige Studie Concept Beachcomber vor.

Nostalgiker muss der kreative Macher des Strandmobils allerdings gleich wieder enttäuschen. "Der Beachcomber gibt keinen Ausblick auf eine weitere Modell-Variante", sagt Designer Syring. Einen neuen Mini Moke wird es also zumindest vorerst nicht geben. "Mit diesem Auto beginnt die letzte Phase der Vorkommunikation für das Crossover-Modell, das im Herbst auf den Markt kommt", sagt Syring. Der kompakte SUV im Mini-Dress stand als Studie bereits im Herbst 2008 auf dem Autosalon in Paris. Bei dem kommenden Fahrzeug dreht sich alles um die Zahl vier. Der bislang noch namenlose Wagen ist die vierte Modellvariation der Marke. "Außerdem", so Syring, "wird er als erster Mini über vier Meter lang, bekommt vier Türen und vier angetriebene Räder."

Dass es den Crossover-Mini geben wird, ist keine Überraschung mehr. Deshalb haben die Designer dem Blech des Beachcomber weniger Beachtung geschenkt und Nebensächlichkeiten wie Türen, Seitenscheiben oder das Dach einfach weggelassen. "Wir wollten die anderen Fähigkeiten des Crossovers unterstreichen - sein Platzangebot, seine Variabilität und seine Allwegetauglichkeit", erläutert Syring.

Der Neue soll Skeptiker überzeugen, dass ein Vier-Meter-Auto genügt

Dass der kommende Allradler auf allen Wegen gut fahren soll, zeigen die sportlichen Proportionen und die stattlichen Pneus des Beachcombers. Sie geben dem Wagen einen stabilen Stand für schnelle Landstraßenkurven, lupfen ihn in sicherer Höhe über ruppigen Untergrund; und sie haben genügend Profil und Breite für eine flotte Strandpartie.

Außerdem wird deutlich, dass das kommende Crossover-Modell des Minis mehr Platz denn je bieten wird. Das ist den Machern der Studie besonders wichtig: "Sympathie hegt für den Mini fast jeder", erklärt Syring, doch dann folge die Skepsis, ob das Auto denn auch genug Platz biete. "Beim Beachcomber passen nicht nur vier Erwachsene rein, sondern man kann auch alles mitnehmen, was man zum Beispiel für einen Ironman-Triathlon braucht", schlägt der Designer wieder die Brücke nach Hawaii. Sporttaschen, Laufschuhe, Handtücher, Schwimmbrillen, ja sogar das Fahrrad könne mit.

Große Luken und ein wasserdichtes Cockpit

Außer dem Platzangebot, das bei gut vier Metern Länge und etwa 2,60 Metern Radstand wohl irgendwo zwischen VW Polo und VW Golf liegen wird, sind es vor allem die Details, die das Publikum beachten soll. Den Koffer am Heck etwa, früher der Platz des Ersatzrads, in dem nun zum Beispiel die Wechselwäsche trocken bleibt. Oder die abwaschbaren Sitze, das wasserdichte Cockpit und die Offroad-Navigation. Im späteren Serienmodell wird das alles nicht mehr an Bord sein - aber es zeugt von Kreativität und Spaß an Kleinigkeiten.

Die um eine Handbreit verschiebbaren Rücksitze und das sogenannte Centerrail sollen allerdings auch beim späteren Crossover-Modell vorhanden sein, sagt Interieur-Designer Oliver Sieghart. Er hält die multifunktionale Aluminiumschiene, die längs durchs gesamte Fahrzeug läuft, für die mechanische Entsprechung zum iPhone und die entsprechenden "Apps". Sieghart: "So, wie man sich für das Telefon alle möglichen Hilfsprogramme herunterlädt, kann man hier alles einklinken, was man unterwegs braucht", erläutert er das System verschiebbarer Befestigungselemente: Vorne Kompass und Stoppuhr, hinten die Brotzeitbox und im Kofferraum die Schwimmbrille und die Radlerhose. "Da sind der Phantasie der Kunden keine Grenzen gesetzt."

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