Mitsubishi Outlander SUV-Dämmerung
Europaweit boomt der Verkauf kompakter Geländefahrzeuge. Zwischen 2001, als noch 325.000 Modelle dieser Kategorie verkauft wurden und diesem Jahr, in dem rund 500.000 Verkäufe erwartet werden, wuchs das Segment um 54 Prozent. Und bis 2009, so die Prognosen der Marktbeobachter, könnte der Markt für Kompakt-SUVs um weitere 34 Prozent zulegen. Die günstige Vorhersage bewirkt zweierlei: Zum einen drängen immer mehr Hersteller in dieses scheinbar höchst attraktive Segment, und zum anderen werden die Autos auf diesem Markt immer unterschiedlicher und nuancierter.
Ein aktuelles Beispiel diese Entwicklung ist der kommende Mitsubishi Outlander. Beim Pariser Autosalon (28. September bis 15. Oktober) wird die Studie Outlander Concept zu sehen sein, die bereits einen ziemlich serienreifen Eindruck hinterlässt. Das ist auch nicht weiter verwunderlich, denn bereits Anfang nächsten Jahres soll der Wagen auf den deutschen Markt kommen. Deutlich ist auch an diesem Auto zu erkennen, dass sich Geländewagen optisch immer mehr an andere Autotypen angleichen, während jedoch die verborgene Technik immer aufwendiger und geländetauglicher wird.
Der künftige Outlander ist ein Beispiel für diesen Spagat. Das Design lässt auf ein geräumiges, modernes und selbstbewusstes Auto schließen, die Formgebung ist markant, vermeidet aber dabei zu starke Offroad-Anklänge. Ein Familienauto eben, das robust und solide wirkt, ohne nach Holzfällerhemd, Flinte oder Gummistiefel auszusehen. Der Antrieb des Autos erfolgt über das "All Wheel Control"-Allradsystem, von dem, wie Mitsubishi betont, auch die Dakar-Rennfahrzeuge des Werksteams profitieren. Die Technik ermöglicht es, je nach Fahrbahnbedingungen unterschiedliche Antriebsmodi auszuwählen. In schwerem Gelände lässt sich die Kraft im starren Verhältnis von 50:50 zwischen Vorder- und Hinterachse verteilen, so dass ein maximaler Vortrieb gewährleistet ist.
Unter der Haube des 4,64 Meter langen Outlander Concept sitzt ein 2,0-Liter-Direkteinspritzer-Diesel mit 140 PS Leistung, dessen Kraft über ein Sechsgang-Schaltgetriebe verwaltet wird. Im Auto gibt es eine dritte Sitzreihe, die im Fahrzeugboden versenkt werden kann und auch die zweite Reihe lässt sich per Knopfdruck flachlegen. Diese Feinheiten werden wohl später als Option und gegen Aufpreis im Angebot sein - ebenso wie die wuchtigen 20-Zoll-Räder, die das Messemodell trägt. So was wirkt immer schick und kernig, doch im Alltag dürfte die Schuhgröße 17 oder 18 (Zoll, versteht sich) wesentlich passender sein.
jüp