Mitsubishi-Premieren: Farmer oder Feuerkopf? - DER SPIEGEL
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Mitsubishi-Premieren Farmer oder Feuerkopf?

Die japanische Marke Mitsubishi stellt auf der "North American International Auto Show" in Detroit zwei extrem unterschiedliche Neuheiten vor: einen Pick-up (für den Farmer) und einen Sportwagen (für den Sportfahrer). Beide sollen noch 2005 auf die Straßen kommen.
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Das Jahr 2004 lief für Mitsubishi nicht so toll. Der Rückzug von DaimlerChrysler hielt die japanische Marke wochenlang in den Schlagzeilen, dazu kamen im ersten Quartal noch Qualitätsprobleme. Doch allmählich berappeln sich die Japaner wieder: Der neue Kleinwagen Colt wurde kurz vor Jahresschluss mit dem "Goldenen Lenkrad" ausgezeichnet, und bei der Rallye Paris Dakar gehen am Neujahrstag vier hochgerüstete Pajero-Renner an den Start, von denen einer das Triple nach den Siegen 2003 und 2004 komplett machen soll.

Auch in Detroit, bei der ersten großen Automesse des noch jungen Jahres 2005 vom 15. bis 23. Januar, fährt Mitsubishi zwei Neuheiten ins Rampenlicht. Beide Autos, der Pick-up Raider und die vierte Generation des Sportcoupés Eclipse, wurden im US-amerikanischen Designzentrum des Unternehmens im kalifornischen Cypress gestaltet. Beide sind vornehmlich für den US-Markt entwickelt und beide werden noch im Laufe des Jahres in Nordamerika in den Verkaufsräumen stehen. Bereits im Sommer der neue Eclipse, unter dessen gedrungener, weich und bullig aussehender Karosserie ein 3,8-Liter-V6-Motor werkelt. Wahlweise verwalten ein Sechsgang-Schaltgetriebe oder eine Fünfgang-Automatik die Kraft, nähere Leistungsdaten hält Mitsubishi noch bis zur Premiere des Fahrzeugs zurück. Fest steht jedoch, dass es auch einen etwas zahmeren - und vor allem verbrauchsgünstigeren - 2,4-Liter-Vierzylinder für den neuen Eclipse geben wird.

Von ganz anderem Kaliber ist der Pick-up Raider. Nach wie vor sind diese wuchtigen Kleinlaster mit offener Ladefläche der Inbegriff des typischen US-Fahrzeugs - zumindest in den weiten Gegenden abseits der großen Städte. Doch auch in den Metropolen gehören Pick-ups inzwischen zu Autos, denen auf Grund ihrer etwas martialischen, grobschlächtigen Optik durchaus ein hoher Coolness-Faktor beigemessen wird. Der Raider jedenfalls fährt wahlweise mit einem 3,7-Liter-V6-Motor oder einem 4,7-Liter-V8-Aggregat vor. Im Herbst sollen die ersten Modelle des im DaimlerChrysler-Werk in Warren im US-Staat Michigan gebauten Wuchtbrummers auf die nordamerikanischen Straßen kommen. Optional sind Allradantrieb und Hightech-Innenausstattung. Ansonsten vertrauen die Japaner auf Bewährt-Robustes, nämlich einen Stahl-Kastenrahmen und eine Starrachse am Heck.