Motorrad-Ausstellung Das große Knattern
Wien - "Schräglage - Motorräder 1945 bis 2005" lautet der volle Titel der Ausstellung, die vom 17. November bis zum 3. April 2005 im Technischen Museum in Wien gezeigt wird. Die Macher haben sich vorgenommen, die Geschichte des Motorrads in der Nachkriegszeit zu erzählen, und dazu 98 Zweiräder von Besitzern aus Österreich, der Schweiz und Deutschland zusammengetragen.
Mehrere Fragen versucht die aufwendige Schau zu beantworten. Etwa die, wie sich das Motorrad wandelte vom billigen Transportmittel der Aufbaujahre bis zum luxuriösen Freizeitgerät für die rasanten Fluchten aus dem Alltag. Oder die Frage, was eigentlich so faszinierend ist an einem Motorrad? Warum es zum Beispiel so toll sein soll, im Freien sitzend und somit nicht nur dem Wetter, sondern auch erheblichen Gefahren ausgesetzt durch die Landschaft zu fegen?
Der Titel "Schräglage" deutet schon darauf hin, dass die Ausstellungsmacher versuchten, das spezifische Fahrgefühl eines Motorrads erlebbar zu machen. Deshalb zieht sich die Entwicklung und der Wandel des Motorradrennsports als roter Faden durch die Schau und entsprechend viele Ex-Rennmotorräder sind zu sehen. Die Faszination der Geschwindigkeit, die Lust am Selberschrauben, die technischen Feinheiten der unterschiedlichen Typen und Marken sind aber nicht nur für die kundigen Fans aufbereitet, sondern sollen "vor allem auch Personen ansprechen, die selbst (noch) nicht Motorrad fahren", wie es in einer Mitteilung des Museums heißt.
Im Rahmenprogramm zur Ausstellung finden sich unter anderem eine Lesung samt Sound-Performance mit einem Motorrad, einem Gebläse und diversem Elektro-Schlagwerk (2. Dezember); das Symposium "Frauen und Zweirad - das schwache (?) Geschlecht auf dem starken Bike" (22. Februar) und am 6. März, quasi zum Start in die neue Motorradsaison, der Aktionstag "Schräglage" mit Fahrvorführungen, Motocross-Shows und technischen Hilfeleistungen zum Frühlingserwachen des eigenen Bikes.