Motorsound-Quiz: Ferrari oder Fiat? - DER SPIEGEL
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Motorsound-Quiz Ferrari oder Fiat?

Weintrinker erkennen mit der Zunge das Anbaugebiet, Trainer entdecken schon im Kinde den künftigen Olympiasieger und Autofans ermitteln allein mit dem Gehör Fabrikat und Typ des vorbeifahrenden Wagens. Gelingt das auch Ihnen? Machen Sie die Probe beim Motorsound-Quiz.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Dass Autos so emotional wahrgenommen werden, hat ganz sicher auch mit ihrem Klang zu tun. Das Zuschlagen der Tür, das satte Schmatzen, wenn die Gummidichtungen aufeinander treffen - der vertraute Klang vermittelt ein Gefühl von Geborgenheit. Auch die Knistergeräusche der Tasten, das Knacken des Blinkerrelais oder das Schubbern der Scheibenwischer sind vertraute Töne. Sie signalisieren Autofahrern, dass sie zu Hause angekommen sind – in ihren eigenen vier Blechwänden. Und dann ist da natürlich der Motor.

"Schnelligkeit muss man hören", sagt Rallye-Legende Walter Röhrl. Nach diesem Leitsatz werden zum Beispiel Sportwagen gekauft – und auch konstruiert. Bei Porsche etwa ist eine ganze Abteilung mit dem Thema "Geräusch und Vibration" beschäftigt. Es gilt dort unter anderem, den typischen Motorklang zu komponieren. Das Ansauggeräusch, das Sirren der Turbos, das Grollen der stampfenden Kolben, das Bollern der Abgase im Auspufftrakt – aus all diesen Komponenten setzt sich das zusammen, was man unter Motorsound zusammenfasst.


Gentlemen, start your engines: Hier geht es zum großen Motorsound-Quiz.

Wenn in einigen Jahren allerdings Autos mit Elektroantrieb auf unsere Straßen kommen, könnte sich dies dramatisch ändern. Mitsubishi beispielsweise wird ab Anfang 2010 in Japan den Elektro-Kleinwagen iEV anbieten, der gerade im Großversuch rund um Tokio getestet wird. "Das Auto ist deutlich leiser. Beim Anfahren hört man gar nichts, danach werden die Abroll- und Windgeräusche etwas lauter und bei 130 hört sich das an, als ob man in einem Segelflugzeug säße", sagt Mitsubishi-Sprecher und Ex-Segelflieger Helmut Bauer. In Messdaten ausgedrückt liest sich das so: Während ein normaler Wagen mit Benzinmotor beim Beschleunigen ungefähr 72 dBA auf die Umwelt loslässt, sind es beim iEV lediglich 67 dBA – was in dieser Maßeinheit ein gravierender Unterschied ist.

Wie laut Autos sein dürfen, ist per Gesetz festgelegt. Wie laut sie sein müssen, um den anderen Verkehrsteilnehmern schon akustisch zu signalisieren, dass da ein Pkw heranrollt, muss eventuell noch festgelegt werden, wenn sich Elektroautos tatsächlich massenhaft durchsetzen. Bis es so weit ist, und eventuell der Motorsound künstlich erzeugt und über Lautsprecher abgestrahlt wird, können SPIEGEL-ONLINE-Leser beim folgenden Motorsound-Quiz noch einmal ihr Gehör testen: Sechs Autos aus sechs Ländern geben Gas.

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