Neuauflagen Nach dem Beetle der Bulli?
Als der VW Transporter 1950 auf den Markt kam, stellte er eine kleine Revolution dar. Denn das Nutzfahrzeug mit Käfertechnik sah nicht mehr aus wie ein verkleinerter Lastwagen - man konnte sich auch auf Ausflügen oder im Urlaub gut mit ihm sehen lassen. Wegen seiner charakteristischen Optik entwickelte sich der "Bulli" vor allem in den sechziger Jahren zum Kultfahrzeug der Hippie-Generation und wurde zu einem der ersten Campingmobile.
Dass sich Nostalgie vor allem in den USA gut verkauft, hat Volkswagen bereits beim New Beetle gelernt. Deshalb soll nun auch der Transporter unters Zeitgeist-Messer. Laut "Automotive News" soll dabei der Kleinbus so modern wie möglich wiederbelebt werden - ein durchaus schwieriges Unterfangen, wie der im Konzern für die Nord-Amerika-Strategie zuständige Jens Neumann zugibt.
Denn im Gegensatz zu heutigen Minivans hatte der ursprüngliche VW-Bus keine Schnauze und wurde von einem Heckmotor angetrieben. Dieses Prinzip wolle Volkswagen eigentlich beibehalten, komme aber mit heutigen Sicherheitsauflagen in Konflikt, sagt Neumann. Trotzdem habe man schon drei recht gelungene Studien gemacht. Und auch wenn das Nasenproblem dem Plan für eine Neuauflage momentan noch im Weg steht, sollen die Versuche nach einer Lösung für die Frontpartie fortgesetzt werden.
Der VW Transporter, der am 8. März 50 Jahre alt wird, wurde in bislang in vier Versionen gebaut: T1, T2, T3 und T4. Während bei den ersten drei Generationen die Form nicht wesentlich verändert wurde, trennte sich der Hersteller bei der bislang letzten Version 1990 vom Heckmotorkonzept - der VW Transporter bekam eine deutliche Nase.