Neue Herausforderung: Ferrari baut Bob - DER SPIEGEL
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Neue Herausforderung Ferrari baut Bob

Im Ferrari zur Goldmedaille bei den Olympischen Winterspielen 2010: Der Sportwagenhersteller hat für die italienische Mannschaft einen Bob gebaut. Getestet wird bereits, die erste Wettkampffahrt ist unmittelbar vor der Großveranstaltung geplant.
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Cesana - Der Formel-1-Rennstall und Sportwagenhersteller aus Maranello soll Italiens Bobfahrer bei den Olympischen Winterspielen 2010 in Vancouver zum Sieg verhelfen. Ferrari hat dafür in Zusammenarbeit mit der Universität Mailand seinen ersten Bob gebaut und Anfang der Woche erstmals im Eiskanal von Cesana getestet. "Ein Bob ist einem Auto sehr ähnlich, ihm fehlen nur Motor und Räder", sagte Ferraris Aerodynamik-Chef Ferdinando Cannizzo scherzend der "La Gazzetta dello Sport".

Offensichtlich kamen die Auto-Ingenieure schnell mit der neuen Herausforderung zurecht. 45 Tage lang analysierten sie den bislang vom italienischen Team eingesetzten Bob, montierten 200 Sensoren auf das Renngerät und bauten ein 3-D-Modell. Damit ermittelten sie die physikalischen Vorgänge während eines Rennens und verbesserten den Bob weiter.

Der Prototyp aus schwarzem Karbon unterscheide sich deutlich von den bisherigen Bobs, sagte Testpilot Fabrizio Tosini, der für Italien bereits drei Mal an Olympischen Spielen teilgenommen hat. Man sitze entspannter in dem zukünftigen Modell. "Eher wie in einem Liegestuhl", berichtet die "La Gazzetta dello Sport".

Bei der Erprobung des Bobs stehe man aber noch ganz am Anfang. "Vor Weihnachten werden wir eine zweite Testeinheit in der Eisbahn haben", teilten die Ferrari-Ingenieure in Cesana mit, wo ein zehnköpfiges Team die Jungfernfahrt beobachtete. Der neue Bob soll nach Angaben der dpa erstmals unmittelbar vor den Olympia-Rennen bei einem Weltcuprennen eingesetzt werden. Damit wolle Ferrari auch verhindern, dass Konkurrenten den neuartigen Bob noch nachbauen können.

Direkte Vergleichswerte erhält Ferrari so allerdings bis zur Nagelprobe in gut einem Jahr nicht. Dennoch sind die Techniker des mehrmaligen Formel-1-Weltmeisterteams zuversichtlich: "Wir haben unsere Methoden und unsere Erfahrung eingebracht", sagte Ferraris Entwicklungschef Ignazio Lunetta. Den Vorschlag zur Einbindung der Rennwagenschmiede aus Maranello hatte das Nationale Olympische Komitee Italiens (CONI) nach den Olympischen Spielen 2006 in Turin gemacht.

rom/dpa/sid

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