Neue Jeep-Modelle Im Krebsgang
Bislang baut die zum DaimlerChrysler-Konzern gehörende Marke Jeep lediglich drei Modelle: den urwüchsigen Wrangler, den hübsch aufgestylten Cherokee sowie dessen Langversion Grand Cherokee. Nun folgt eine vierte Baureihe, und der Name Commander ist Programm: Dieses Auto soll das Topmodell der Marke werden. In den USA wird der Wagen noch in diesem Jahr angeboten, nach Europa soll der Commander im kommenden Sommer gelangen.
Technisch steckt unter der Commander-Kluft der neue Grand Cherokee. Der Radstand beider Modell ist mit 2,78 Meter identisch, in der Länge aber misst der Neue stattliche 4,79 Meter. Dadurch entsteht Platz für eine dritte Sitzreihe und insgesamt sieben Passagiere. Das Dach am Heck ist leicht erhöht, um den Fondpassagieren eine ordentliche Kopffreiheit zu bieten. Zudem sollen sich die hinteren Sitze in den Fahrzeugboden versenken lassen, um das Stauvolumen zu vergrößern. Das Motorenangebot umfasst einen 3,7-Liter-V6 mit 210 PS (157 kW) sowie zwei Achtzylinder mit 4,7 und 5,7 Liter Hubraum, die 235 PS (175 kW) und 330 PS (246 kW) leisten. In Europa soll der Commander auch mit dem 3-Liter-V6-Diesel von Mercedes mit 218 PS (160 kW) erhältlich sein.
Neues Einstiegsmodell
Demnächst soll das Jeep-Sortiment auch nach unten erweitert werden, und das heißt: Es geht um Stückzahlen. Die Studie Compass soll nach dem Willen der Verantwortlichen in zwei Jahren als neues Einstiegsmodell auf den Markt kommen. Der Preis des Autos soll ungefähr 20.000 Dollar betragen, womit der Compass in den USA in der gleichen Preisklasse antreten würde wie der Toyota RAV-4 oder der Land Rover Freelander. Mittelfristig, so war zu hören, solle das Auto auch in Deutschland angeboten werden.
Bei VW, Audi, Mercedes und Opel wird man diese Ankündigung mit Interesse entgegen nehmen. Auch diesen Marken wird nachgesagt, sie dächten über einen Kompakt-SUV nach. Keiner will das florierende Segment der höhergelegten Allradautos gänzlich der Konkurrenz aus Fernost oder den USA überlassen.
Konkret seien auch die Pläne, neben dem Compass die Studie Gladiator zur Serienreife zu entwickeln - allerdings nicht wie in Detroit gezeigt als Pickup. Der Jeep Gladiator soll vielmehr ein Vorbote der kommenden, neuen Wrangler-Generation sein, die spätestens für 2007 erwartet wird.
Das spektakuläre Jeep-Modell namens Hurricane, ein knorriges Gefährt mit zwei Motoren und Vierradlenkung, die es ermöglicht, das Auto auf der Stelle zu drehen oder im Krebsgang schräg seitlich fortzubewegen, wird nicht in Serienproduktion gehen. "Soweit ich weiß, hat diesen Fall noch niemand durchgerechnet", sagte Jeep-Designchef John Sgalia. Allerdings hatte es Gerüchte gegeben, die US-Army werde eine Kleinserie des ungemein wendigen und geländegängigen Vehikels bestellen.