Neue Ventil-Verstelltechnik: Nocken zum Verschieben - DER SPIEGEL
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Neue Ventil-Verstelltechnik Nocken zum Verschieben

Ab 20. Oktober bietet Audi einen V6-Benziner an, der mit einer neuen Art der Ventilsteuerung ausgestattet ist. Das 2,8-Liter-Aggregat wird in der Baureihe A6 - in Limousine und Avant - zum Einsatz kommen. Wichtigstes Resultat der Innovation ist die Kraftstoffersparnis.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Die Grunddaten des Motors lesen sich eindrucksvoll: Der V6 mit 2,8 Liter Hubraum leistet 210 PS und setzt ein maximales Drehmoment von 300 Nm frei - und zwar im Bereich zwischen 3000 und 5000 Umdrehungen pro Minute. Wie bei Audi inzwischen typisch, verfügt die Maschine über eine Benzindirekteinspritzung, kurz FSI genannt. Darüber hinaus kommt erstmals in diesem Motor ein neues, vergleichsweise einfaches Verfahren der Ventilsteuerung zum Einsatz, für das Audi die Bezeichnung "Valvelift System" ersonnen hat.

Die Technik bedeute "noch mehr Fahrspaß bei deutlich weniger Kraftstoffverbrauch", schwärmen die Ingolstädter über die V6-Maschine, die wie die meisten anderen Audi-Aggregate auch im ungarischen Motorenwerk Györ gefertigt wird. Durch die neue Technik kann der Ventilhub in zwei unterschiedlichen Größen eingestellt werden. Dazu gibt es auf der Einlass-Nockenwelle eine aufgewalzte Verzahnung, die wiederum variable Nockenstücke antreibt. Diese Teilstücke mit jeweils einer Nockenkontur für kleine oder große Ventilbewegungen werden elektromagnetisch gesteuert - und zwar abhängig von der Motordrehzahl und der Motorlast.

Mit dieser "Valvelift System" genannten Technik, und im Verbund mit anderen "Maßnahmen zugunsten reduzierter Reibung an zahlreichen Bauteilen" konnte der Durchschnittsverbrauch des Motors um etwa zehn Prozent verringert werden. Er liegt jetzt bei 8,7 Liter Superbenzin je 100 Kilometer. Die dazugehörigen Fahrleistungen betragen 7,9 Sekunden für den Sprint von 0 auf Tempo 100 sowie 243 km/h als Wert für die Höchstgeschwindigkeit.

Der Grundpreis der A6 Limousine mit dem neuen V6 Motor und einem Sechsgang-Schaltgetriebe liegt bei 37.300 Euro; das Kombimodell A6 Avant mit dem neuen Triebwerk kostet ab 39.500 Euro.

jüp