Neuer Mini von BMW Nachfolger einer Legende
Stuttgart - Er habe das Zeug zum Bestseller, urteilt die Sachverständigen-Organisation Dekra in Stuttgart. In einer Zeit schleppender Neuwagenverkäufe in Deutschland verbuchte der Mini im Jahr 2003 mit 24.000 Zulassungen ein Plus von 78 Prozent. Und mit monatlich bereits 800 Besitzumschreibungen ist auch am Gebrauchtwagenmarkt der Erfolg vorgezeichnet.
Im Hinblick auf die Verarbeitungsqualität lässt der neue Mini seinen legendären Vorgänger weit hinter sich. Pluspunkte sind die Servolenkung, die exakte Schaltung, der hohe Sicherheitsstandard und eine Fahrwerkstechnik, die sich im 3er BMW bewährt hat.
So "mini", wie der Name andeutet, ist der Neue jedoch nicht. Gegenüber dem Vorgänger ist er um einen halben Meter auf eine Länge von 3,65 Metern gewachsen. Das beschert Fahrer und Beifahrer reichlich Platz, während hinten nur für Kinder genügend Raum bleibt. Der Kofferraum fasst zwar nur 160 Liter, durch Umklappen der Rücksitzlehne lässt er sich aber auf 670 Liter erweitern.
Als Basismotorisierung bietet BMW für den Mini One einen 1,6-Liter-Benziner mit 66 kW/90 PS an. Die 85 kW/115 PS-Variante im Mini Cooper passe besser zum Autotyp, urteilt die Dekra. Wer es sportlicher mag, kann den Mini Cooper S auch mit 120 kW/163 PS-Motor kaufen.
Trotz einer leicht erhöhten Quote geringer Mängel gab es bei den Hauptuntersuchungen nach Angaben der Sachverständigen keine Auffälligkeiten. Beim alten Mini gab es häufiger Beanstandungen aufgrund von Verschleißerscheinungen an der Vorderachse, unzureichender Wirkung der Fußbremse sowie Defekten an Auspuff, Rückleuchten und Motor.
Seiner Beliebtheit hat das allerdings nie geschadet. Das begrenzte Angebot gebrauchter Minis sorgt für ein kontinuierlich hohes Preisniveau. Ein Mini One aus dem Jahr 2001 kostet laut Schwacke-Liste noch etwa 11 000 Euro, ein gleich alter Mini Cooper rund 12 400 Euro. Für Exemplare aus dem Jahr 2002 sind nochmals 1000 Euro mehr anzulegen.