Neuwagen: Marktforscher rechnen mit Opel-Boom - DER SPIEGEL
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Neuwagen Marktforscher rechnen mit Opel-Boom

Die Automarke Opel steht in Deutschland offenbar vor einem Nachfrageschub. Eine Umfrage ergab, dass Opel-Besitzer ihr Fahrzeug erst nach knapp neun Jahren ersetzen. Bei anderen Marken ist die mittlere Nutzungsdauer deutlich geringer.
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Während sich Opel-Fahrer erst nach 8,7 Jahren ein neues Auto zulegen, kaufen BMW-Fahrer schon nach 6,2 Jahren ein neues Fahrzeug. Dies ergab eine Umfrage des Nürnberger Marktforschungsunternehmens Puls unter 2.000 privaten Neuwagenkäufern. "Bezogen auf das Neuwagengeschäft ist bei Opel der größte Nachfragestau zu beobachten", erklärte Puls-Geschäftsführer Konrad Weßner. Dies verheiße überdurchschnittliches Potential für die Marke.

An zweiter Stelle der Rangliste älterer Fahrzeuge folgt der Umfrage zufolge Ford. Hier liegt das Durchschnittsalter des bisherigen Wagens bei 7,9 Jahren, vor Toyota mit 7,6 und VW mit 7,2 Jahren. Wesentlich schneller kaufen BMW-Fahrer neue Modelle, ihr Alt-Fahrzeug ist erst 6,2 Jahre alt, wie auch das der Mercedes-Fahrer. Neuwagenkäufer, die Audi fahren, geben das Alter ihres aktuellen Wagens mit 6,5 Jahren an.

Über alle Marken gesehen, besitzen den Angaben zufolge Personen, die derzeit den Kauf eines Neuwagens planen, Fahrzeuge im Alter von durchschnittlich 6,8 Jahren. "Dies legt einen enormen Nachfragestau nahe", kommentierte Weßner die Befragungsergebnisse. Wer den Autokauf aus wirtschaftlichen Erwägungen immer wieder hinausgeschoben habe, werde jetzt aus technischen und sicherheitsbezogenen Erwägungen gezwungen, sich ein neues Auto zuzulegen, erklärte er.

Nicht nur das hohe Alter der Fahrzeuge, sondern auch die geplante Mehrwertsteuererhöhung könnte das Neuwagengeschäft in diesem Jahr ankurbeln. Die Bundesregierung plant, ab 2007 die Mehrwertsteuer von derzeit 16 auf 19 Prozent anzuheben.

hda/AP