Nissan in Genf Allrad in jeder Form
Das auffälligste Fahrzeug auf dem Nissan-Stand in den Palexpo-Hallen zu Genf wird die Geländewagenstudie Zaroot sein. Die Japaner teilen mit, dass sie sich "so einen sportlichen SUV der Zukunft vorstellen könnten". Man darf daraus wohl schließen, dass die Zeit der geschleckten Geländewagen sich dem Ende zuneigt. Denn der Zaroot zeigt Ecken und Kanten und wirkt eher militärisch als modebewusst. Einen sportlichen Akzent setzen die beiden breiten Flügeltüren, die nahezu den kompletten Passagierraum seitlich öffnen. Nissan erläutert, dass die großen, fünfeckigen Einstiegsöffnungen sowie die leicht gewölbte Dachlinie "das Image der noch immer mit der Aura des Kommerziellen behafteten Fahrzeugklasse" auffrischen.
Das ist wohl auch die Hauptaufgabe des Zaroot: Als Fotomotiv die Botschaft zu transportieren, dass rustikale Offroadoptik und Sportlichkeit durchaus kombinierbar sind. Der Allradler ohne B-Säule wird allerdings in dieser Form wohl niemals in Serie gehen. Das ist beim neuen Allrad-Pick-up Navara anders.
Der Modelaster wird noch in diesem Frühjahr zu den Händlern kommen. Gebaut wird der Navara im Nissan-Werk in Barcelona, seine technische Basis - unter anderem ein Leiterrahmen-Chassis sowie eine Starrachse mit Blattfeder im Heck - teilt er sich mit dem Geländewagen Pathfinder. Als Motor ist ein 2,5-Liter-Turbodiesel vorgesehen, das in zwei Leistungsstufen angeboten wird: mit 145 PS und einem Drehmoment von 356 Newtonmeter sowie mit 174 PS und einem Drehmoment von 403 Newtonmeter. Der Allradantrieb lässt sich während der Fahrt zuschalten. Bis zu diesem Moment bewegt sich der Navara mit Heckantrieb fort. Exakte Fahrdaten und Preise wird Nissan vermutlich erst bei der Messe in Genf bekannt geben.