Nissan Primera Fünftürer Heck-Trick
Mit der neuen Karosserieversion setzen die Japaner den Höhepunkt ihrer neuen Designlinie. Beim Fünftürer kommt die so genannte Monosilhouetten-Form deutlich zur Geltung. Von vorne identisch mit Limousine und Kombi, verläuft die Dachlinie in eine sanft abfallende Heckklappe mit U-förmig ausgeschnittener Scheibe. Zusammen mit den breiten hinteren C-Säulen entsteht so der Eindruck, man hätte hier ein Coupé vor sich stehen.
Unterstützt wird der Effekt durch die trapezförmig geschnittenen und spitz aufragenden Rückleuchten, die einen Flügel-Eindruck erwecken. Das muss man nicht mögen, markant und mutiger Hingucker im automobilen Alltag ist es auf jeden Fall.
Hinter der zusätzlichen Tür - gemeint ist damit beim Fünftürer immer die Heckklappe - verbirgt sich ein 460 Liter großer Kofferraum. Leider ist der Boden nicht völlig eben, sodass Taschen und Gegenstände nach hinten rutschen können. Dafür ist der Raum durch die weite Öffnung und die niedrige Ladekante sehr gut zu füllen. Nach Umlegen der asymmetrisch teilbaren Rücksitzbank kann das Gepäckfach noch einmal auf maximal 980 Liter vergrößert werden.
Allerdings muss der Kunde für die kleinen Veränderungen bezahlen. 400 Euro Aufpreis kostet der Fünftürer gegenüber der Limousine mehr. Sicherheits- und Komfortausstattungen sowie die drei verfügbaren Motoren sind ansonsten identisch mit den bekannten Versionen.
Damit beginnt der Einstieg in die Fließheck-Modellfamilie mit der 1,8-Liter-Maschine (85 kW/116 PS) mit der bereits reichhaltigen Basisausstattung "visia" (u.a. Klimaautomatik, Radio-CD-Spieler, acht Airbags) für 20.850 Euro und endet mit dem fünftürigen Primera "tekna" (Xenon-Licht, Birdview-Navigation, Leichtmetallfelgen) mit 2,2-Liter-Diesel-Direkteinspritzer (93 kW/ 126 PS) für 27.900 Euro. In der Top-Ausstattung wird das elektronische Antischleuder-Programm ESP ab Werk geliefert. Für alle anderen Modell- und Motorversionen ist es jetzt auch für zusätzliche 520 Euro zu bekommen.
Serienmäßig ist darüber hinaus jetzt auch der 2-Liter-Benziner (103 kW/140 PS) mit einem Sechsgang-Schaltgetriebe ausgerüstet. Der war bislang nur in Kombination mit der stufenlosen CVT-Automatik zu bekommen, die den Aufpreis von 1900 Euro allerdings nicht wert ist, weil sie den an sich durchzugkräftigen Motor schwach und müde erscheinen lässt.