Nissan Titan/Maxima Projekt Full Size
Den Namen haben die Japaner bewusst gewählt, um die Bedeutung wiederzugeben, die sie diesem Projekt beimessen. "Der neue Titan ist das bisher größte Fahrzeug und größte Statement von Nissan", erklärt Bill Kirrane, Vize-Präsident der Nissan US-Division. "Unsere Aufgabe beim Eintritt in diesen klar definierten, markentreuen und von Produktkenntnis gekennzeichneten Nutzfahrzeugmarkt besteht darin, zunächst das Fundament zu legen und dann diese Kernattribute auf einem neuen Niveau auszubauen. Mit dem Titan ist uns genau das gelungen."
Der wuchtig gestylte Pritschenwagen wird von einem über 300 PS starken 5,6 Liter-V8-Motor angetrieben. Bereits Ende des Jahres soll der Wagen in zwei Versionen bei den 1100 US-Nissan-Händler stehen. Als King Cab mit verlängerter Kabine und als Crew Cab mit Doppelkabine, jeweils wahlweise mit Zweirad- oder Vierradantrieb. Besonderheit der King Cab-Version sind die hinteren Kabinentüren, die weit wie Scheunentore um fast 180 Grad aufschwingen. So gelangt man ungehindert in den Innenraum. Aber auch für die riesige Ladefläche hat sich Nissan nach ausgiebigen Kundenbefragungen clevere Lösungen einfallen lassen, so eine spezielle Ladeflächenauskleidung, Rückhalte- und Befestigungssysteme und ein integriertes, abschließbares Ladeflächen-Gepäckfach.
Der Innenraum ist geräumig und kombiniert große Flächen mit kleineren, abgeteilten Nischen für die persönliche Habe. Türgriffe, Knöpfe und Haltegriffe wurden so konstruiert, dass man sie auch mit Handschuhen benutzen kann. Zum Standardausrüstung des Titan gehören elektrisch verstellbare und beheizbare Vordersitze, elektrische Fensterheber, umklappbare Rücksitze (King Cab), Gepäckfächer in den Türen und Flaschenhalter an den hinteren Türen in den Armstützen. Ebenso die Servolenkung, Scheibenbremsen mit ABS und die 17-Zoll-Stahlräder und 245er Reifen, die es gegen Aufpreis auch im 18-Zoll-Format und 265er-Pneus gibt. Während Nissan mit dem Titan allein in den USA Kunden erobern will, ist der neue Maxima, der ebenfalls in Detroit seine Premiere erlebte, auch für Europäer interessant.
Wie schon beim Primera haben die Japaner das biedere Design der oberen Mittelklasse-Limousine gehörig aufgemöbelt und ihr nun ein schon beinahe sportliches Styling gegeben. Die runde Front, das kuppelförmige Dach und die Verlängerung der hinteren Karosseriesäule über die Rücklichter hinaus verleihen der sechsten Generation insgesamt eine coupéhafte Silhouette.
Auffällig ist auch das so genannte Skyview-Dach, das in allen Versionen Standard sein soll. Es besteht aus einer lang gezogenen rechteckigen Glasscheibe, die sich von der vorderen bis zur hinteren Seite des Daches erstreckt und den Passagieren einen ungetrübten Aussicht nach oben und damit ein größeres Raumgefühl bieten soll. Ein traditionelles elektrisch verstellbares Sonnendach ist als Sonderausstattung zu haben. Angetrieben wird der Maxima in der US-Version von einem 3,5-Liter-V6-Benziner, der über 260 PS leisten soll. Übertragen wird die Kraft wahlweise über eine Sechsganggetriebe oder eine Fünfstufenautomatik. Für serienmäßige Sicherheit sorgen ein elektronisches Stabilitätsprogramm (VDC) mit Traktionskontrolle (TCS), eine 4-Scheiben-Bremsanlage mit 4-Kanal- ABS, elektronische Bremskraftverstärker (EBD) sowie Bremsassistent (BA).