Normalbenzin: Europäische Union plant Verbot - DER SPIEGEL
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Normalbenzin Europäische Union plant Verbot

Die deutsche Mineralölwirtschaft befürchtet wegen einer EU-Richtlinie ein Verbot von Normalbenzin. Ab 2005 müssten Autofahrer danach auf Superbenzin umsteigen.
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"Wir interpretieren die jüngsten Vorschläge der Kommission zur EU-Kraftstoff-Richtlinie so, dass sie auf ein Verbot von Normalbenzin hinauslaufen", zitierte die "Financial Times Deutschland" Birgit Layes vom Mineralölwirtschaftsverband.

Normalbenzin habe hier zu Lande mit einem Anteil von 30 Prozent an den verkauften Kraftstoffen den höchsten Marktanteil in der EU. Müssten die Autofahrer auf Superbenzin umsteigen, hätten sie jährlich 500 Millionen Mark mehr zu zahlen, sagte Layes.

In einem Papier der Europäischen Kommission zur EU-Kraftstoffrichtlinie werde vorgeschlagen, Ausnahmeregeln für unverbleites Normalbenzin zu streichen, weil dieser Kraftstoff nur einen geringen Anteil am Benzinmarkt habe.

Ab 2005 dürfte demnach kein Benzin mehr mit weniger als 95 Oktan verkauft werden. "Wenn die Mineralölunternehmen den Oktangehalt von Normalbenzin auf den Wert 95 anreichern müssten, wäre Normalbenzin nicht mehr wirtschaftlich", zitierte die "Financial Times Deutschland" Esso-Sprecher Karl-Heinz Schulte-Bornemann.