Notrufsäulen: Autoclubs sollen zahlen - DER SPIEGEL
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Notrufsäulen Autoclubs sollen zahlen

Mit zehn Mark wird zukünftig die Benutzung von Notrufsäulen an Autobahnen zu Buche schlagen - zumindest für den Angerufenen. Die Autoclubs könnten die Gebühren an ihre Kunden weitergeben.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Stuttgart - Automobilclubs und Abschleppunternehmen sollen künftig für jeden über eine Notrufsäule eingegangenen Auftrag zehn Mark an die Versicherungswirtschaft zahlen. Das teilte der Automobilclub Europa am Montag in Stuttgart mit.

Mit der jetzt erzielten Verständigung sei es gelungen, eine langjährige und kostenträchtige juristische Auseinandersetzung zu vermeiden. Ursprünglich hatte die Versicherungswirtschaft eine Gebühr von 17,50 Mark verlangt. Der Kompromiss soll zunächst bis Ende 2001 befristet sein.

Autofahrer sind nicht betroffen, ihre Anrufe bleiben - zumindest an der Notrufsäule - kostenlos. Beobachter befürchten jedoch damit, dass die Autoclubs und Abschleppunternehmen ihre Beiträge oder Gebühren entsprechend anpassen.

Die Versicherungen hatten 1999 den Betrieb der Notrufsäulen vom Bund übernommen. Die Automobilclubs und Abschleppunternehmen waren der Ansicht, dass die Notrufvermittlung kostenfrei zu erfolgen habe, wie es vor der Privatisierung der Fall war. Dagegen meint die Versicherungswirtschaft, dass die über Notruf beauftragten Dienstleister mindestens eine kostendeckende Gebühr zu zahlen haben.