Opel Astra Caravan: Rüsselsheimer Raumangebot - DER SPIEGEL
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Opel Astra Caravan Rüsselsheimer Raumangebot

Nur wenige Monate nach der Limousine schiebt Opel die Kombiversion des Astra in die Schauräume. Der Caravan bietet traditionelle Tugenden: viel Platz und große Funktionalität - und das Ganze noch hübsch verpackt.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Mit 2,70 Metern misst der 4,51 Meter lange Caravan neun Zentimeter mehr zwischen den Achsen als die fünftürige Limousine. Das schafft Platz für Passagier und Ladung. Die Hinterbänkler dürfen sich über 26 Millimeter mehr Beinfreiheit freuen. Wie auch darüber, dass ihr Gepäck muskelschonend über die 58 Zentimeter tiefe Ladekante in dem 530 Liter großen Heckabteil verstaut werden kann. Lässt man das Abdeckrollo per Fingerdruck zurückschnellen und klappt asymmetrisch teilbare Rückbank und Lehnen komplett um, werden daraus sogar 1570 Liter (70 mehr als beim Vorgänger). Auf Wunsch (soll heißen, gegen Aufpreis) lässt sich der Laderaum durch eine um 10,5 Zentimeter längs verschiebbare Rückbank wahlweise zu Gunsten größerer Beinfreiheit oder Transportkapazität gestalten. Wie schon im Vectra bietet Opel darüber hinaus auch im Astra Caravan das so genannte "FlexOrganizer-System" an, mit dem das Heckabteil je nach Bedürfnis unterteilt werden kann.

Trotz seiner vielfältigen Einsatzmöglichkeiten wirkt der kompakte Lademeister nicht klobig und schwerfällig. Bis zur Dachsäule übernimmt der Astra Caravan das Design der Limousine mit den ums Eck laufenden Scheinwerfern, der Blechfalte auf der Haube und der Chromspange im Kühlergrill. Die findet sich auch auf der steilen Heckklappe wieder, ebenso wie die dreidimensionalen Rückleuchten. Einen Schuss Dynamik bekommt die Seitenlinie durch die abfallenden hinteren Seitenscheiben. Die Dachreling ist je nach Ausführung schwarz oder silberfarben lackiert.

Die Motorenpalette entspricht im Wesentlichen der der Limousine: fünf Benziner und vier CDTI-Diesel mit Hubräumen von 1,4 bis 2,0 Liter und einem Leistungsspektrum von 80 bis 200 PS. Neu ist ein 1,9-Liter-Common-Rail-Diesel mit 120 PS, der ebenso wie sein Pendant gleichen Hubraums mit 150 PS mit einem Partikelfilter zu haben ist - wenn auch nur gegen Aufpreis. Alle Motoren sollen aber auch so die EU4-Abgasnorm erfüllen. Als Getriebevarianten stehen eine manuelle Sechsgang-Schaltung (Serie für alle 1.9 CDTI und 2.0 Turbo, optional für 1.7 CDTI mit 100 PS), ein Fünfgang-Schaltgetriebe, eine Vierstufen-Automatik (Option für 1.8 ECOTEC) sowie das automatisierte Schaltgetriebe Easytronic für den 1,6-Liter-Motor zur Auswal.

Unterstützt von dem so genannten IDS-Fahrwerk mit serienmäßigem ESP Plus (gegen Aufpreis auch als IDS-Plus-System mit elektronischer Dämpferkontrolle) soll sich der Caravan auf der Straße ähnlich gut verhalten wie die viel gelobte Limousine. "Der Caravan bietet die gleiche Fahrdynamik wie die Astra-Limousine", verspricht Opel-Chef Carl-Peter Forster.

Speziell für den Anhänger-Betrieb hat Opel, wiederum gegen Aufpreis, einige zusätzliche Features im Programm: Neben der automatischen Niveauregulierung ein Anhänger-Stabilitätsprogramm, das Pendelbewegungen des Hängers durch behutsames Abbremsen kompensiert, sowie einen Berganfahr-Assistenten.

Die Produktion des Astra Caravan in Bochum startet nach den Werksferien Mitte August, Bestellungen nimmt Opel schon ab Ende Juni entgegen. Der Preis soll bei rund 16.000 Euro beginnen.