Opel Astra: Silber verteidigen - DER SPIEGEL
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Opel Astra Silber verteidigen

Seit knapp drei Jahren gibt es den neuen Opel Astra, und in dieser Zeit wurden rund 1,2 Millionen Exemplare gebaut. Ab Februar folgt das runderneuerte Modell, für das die Rüsselsheimer elf Motorvarianten anbieten.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Ganz klar, die Goldmedaille geht seit Jahren an den VW Golf. In der Kompaktklasse liegt der Wolfsburger einsam in Führung. Bis Ende Oktober wurden hierzulande 190.317 Golf neu zugelassen, wie die Statistik des Kraftfahrt-Bundesamts in Flensburg ausweist. Im gleichen Zeitraum waren es 85.988 Opel Astra, 63.033 Audi A3 und 62.433 Ford Focus. Während also um die Bronzemedaille in diesem Segment noch heftig gekämpft wird, sind die beiden vorderen Plätze klar verteilt. Und Opel möchte seinen Silberrang sichern, weshalb der Astra jetzt rundum aufgefrischt wird.

Äußerlich wird gar nicht viel verändert. An der Frontpartie ist das überarbeitete Modell an chromverzierten Kühlerlamellen, einem kessen Schwung des Stoßfängers über den Nebelscheinwerfern und neuen Scheinwerfergehäusen zu erkennen. Die Kombimodelle, die bei Opel Caravan heißen, erhalten eine Dachreling aus Aluminium und zudem, dies eine Gemeinsamkeit mit den Fünftürern, eine breitere Chromleiste mit integriertem Opel-Blitz an der Front. Viel mehr tut sich außen nicht. Und auch im Innenraum bleiben die Neuerungen dezent: Die Regler für Klimaanlage und Radio beispielsweise erhalten Chromschmuck, es gibt neue Dekorleisten und auf Wunsch Klavierlack-Oberflächen.

Mehr Arbeit als die Designer hatten die Motorenentwickler, denn für den Astra sind gleich vier neue Motoren verfügbar, zwei Benziner und zwei Diesel. So gibt es einen neuen 1,6-Liter-Vierzylinder-Benziner mit 115 PS und einem Durchschnittsverbrauch von 6,3 Litern, der den bisherigen Ottomotor mit 105 PS ablöst. Und statt des 2-Liter-Turboaggregats mit 170 PS kommt nun ein 1,6-Liter-Turbo mit 180 PS in den Motorraum, der den Kraftstoffverbrauch um 13 Prozent reduziert und im Schnitt mit 7,7 Litern klarkommt. Eine variable Nockenwellensteuerung ist der Grund dieses Fortschritts.

Insgesamt elf Motorisierungen von 90 bis 240 PS

Die Neuerungen bei den Dieselaggregaten sind zwei 1,7-Liter-CDTI-Triebwerke, die jene mit 1,9 Liter Hubraum ablösen. Die Selbstzünder leisten 110 oder 125 PS, statt bisher 100 oder 120. Beide verfügen zudem über mehr Drehmoment und serienmäßig über einen Rußpartikelfilter. Insgesamt kann man den Astra mit elf unterschiedlichen Motorisierungen - davon vier Dieselmaschinen - bestellen, die zwischen 90 und 240 PS leisten.

Der renovierte Astra wird erstmals auf der Motorshow in Bologna (7. bis 17. Dezember) vorgestellt. Und weil die Überraschungen nicht ganz so überraschend sind und das Auto ab sofort bestellt werden kann, stehen auch die Preise schon fest. Der günstigste Astra, der mit dem 1,4-Liter-Benziner mit 90 PS, wird inklusive der dann gültigen 19 Prozent Mehrwertsteuer ab 16.160 Euro kosten; den billigsten Diesel im Portfolio (1,3 Liter Hubraum, 90 PS) gibt es dann ab 19.215 Euro.

jüp