Opel GTC Au backe, Golf
GTC Genève heißt der Wagen, um davon abzulenken, dass hier eigentlich ein dreitüriger Opel Astra der kommenden Generation präsentiert wird. Denn klar ist: Das ewige Duell zwischen VW Golf und Opel Astra in der Kompaktklasse geht in eine neue Runde. Im September auf der IAA werden die beiden Konkurrenzmodelle Weltpremiere feiern, kurz darauf wird der neue Golf bei den Händlern stehen, Anfang des Jahres 2004 dann der neue Astra.
Opel prescht jetzt mit der Studie GTC (Gran Turismo Compact) vor, um den Appetit auf das neue Modell schon einmal anzuregen. "So stellen wir uns einen sportlichen Dreitürer vor, der einerseits hohe Dynamik signalisiert und andererseits bequemen Platz für vier Personen bietet", sagt der neue Designchef Martin Smith. Anders als bei VW, wo neue Modelle nach wie vor nur durch zarte Design-Modernisierungen geprägt sind, wagt Opel diesmal eine deutliche Erneuerung der bislang bekannten Formensprache.
Beispiel Frontpartie: Hier setzen die Rüsselsheimer auf die Wirkung von nahezu augenförmigen Scheinwerfern und einem zweigeteilten Kühlergrill, der wie ein großer, lachender Mund aussieht. Die Nase wäre dann das mittig platzierte Opel-Logo. Insgesamt jedenfalls wirkt die Studie GTC sehr sportlich und modern, ohne es dabei mit der Aggressivität zu übertreiben. Am Heck wiederholt sich das Formenspiel aus schnittigen Lichtern und pfeilförmig zulaufenden Karosserie-Kanten. Die vom Vectra bekannte Chromleiste ist ebenfalls vorhanden, und als humoristische Ergänzung der Rückansicht gibt es zwei kleine, runde Extra-Bremsleuchten.
Wie stets bei Studien schmückt sich auch der Opel GTC mit Details, die es beim Serienauto entweder gar nicht oder nur gegen Aufpreis geben wird. Die wuchtigen, propellerartig gestalteten 19-Zoll-Räder zum Beispiel oder das dunkel getönte, transparente Dach.
Andererseits zeigt zum Beispiel der Innenraum, dass Opel seine Cockpitgestaltung konsequent weiter entwickelt und in Zukunft auf eine breite Bedientafel setzt, auf der die Schalter und Knöpfe wohl geordnet verteilt sind. Außerdem verzichtete der verantwortliche Designer Friedhelm Engler auf die sonst bei sportlichen Autos üblichen Aluminium-Oberflächen. "Wir wollen das Klischee von Aluminium gleich Sportlichkeit brechen und verwenden Oberflächen im Anthrazit-Farbton charcoal."