Opel: Klassenziel nicht erreicht - DER SPIEGEL
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Opel Klassenziel nicht erreicht

Mit Modellen wie dem Zugpferd Astra und dem Hoffnungsträger Zafira wollten die Rüsselsheimer Autobauer 1999 in Deutschland mindestens einen Marktanteil von 15 Prozent erreichen. Doch die selbst gesteckten Ziele waren offenbar zu hoch.
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Rüsselsheim - Vor einem Jahr hatte der stellvertretende Opel-Vorstandsvorsitzende Wolfgang Strinz 15 Prozent als "Zielmarke für 1999" genannt. Selbst im Sommer 1999 war der neue Opel-Chef Robert Hendry noch zuversichtlich, den Marktanteil in Deutschland wieder auf 14,8 Prozent anheben zu können.

Doch die Rüsselsheimer haben die Rechnung ohne die Autofahrer gemacht: Trotz massiver Verkaufshilfen und des Erfolgsmodells Zafira stiegen 1999 weniger Menschen in einen Opel ein. Mit rund 524.000 verkauften Pkw sank der bundesdeutsche Marktanteil von 14,3 Prozent (1998) auf 13,8 Prozent, teilte der Autohersteller mit. 1995 lag der Opel-Anteil sogar noch bei 17 Prozent.

Die umfangreichen Verkaufshilfen zur Gewinnung neuer Kunden schlagen sich auch in der Bilanz nieder. Nach bislang unbestätigten Presseberichten wird Opel für 1999 einen Betriebsverlust von erneut mehr als 800 Millionen Mark aufweisen. 2001 will Hendry wieder in der Gewinnzone ankommen.

Bestes Pferd der europäischen Tochter von General Motors ist das Modell Astra, das 1999 in Europa 745.000 Käufer fand. Opel weist darauf hin, dass damit das wichtigste Konkurrenzmodell VW Golf überholt werden konnte. In Westeuropa wurden nach Angaben des Rüsselsheimer Automobilherstellers die Neuzulassungen einschließlich der englischen Vauxhall-Modelle um 5,2 Prozent auf 1,65 Millionen Pkw und Kombis gesteigert. Der Marktanteil verbesserte sich dabei geringfügig von 10,90 auf 10,94 Prozent.