Opel Speedster Turbo: Drängelfaktor zehn - DER SPIEGEL
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Opel Speedster Turbo Drängelfaktor zehn

Wenn Autohersteller eine "einzigartige Fahrmaschine" für den "ultimativen Fahrspaß" anpreisen, steckt meistens ein Sportwagen mit extremem Leistungsvermögen dahinter. So ist es auch im Falle des Opel Speedster Turbo. Der Wagen taugt eigentlich nur zum Gasgeben.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Die Premiere wird beim Genfer Salon (6. bis 16. März) stattfinden. Opel nutzt diese wichtigste Frühjahrsmesse der Branche in Europa, um das Image ein bisschen mehr in Richtung Sportlichkeit anzuspitzen. Dazu wurde das bekannte Modell Speedster noch weiter austrainiert.

Statt des 147-PS-starken 2,2-Liter-Motors, der "Basisversion" des knüppelharten Sportwagens, steckt im neuen Modell ein 2-Liter-Turboaggregat mit einer Leistung von 200 PS (147 kW) und einem maximalen Drehmoment von 250 Nm. Die Bedeutung dieser Werte wird erst klar, wenn sie in Beziehung gesetzt werden zum Fahrzeuggewicht, das bei 930 Kilogrammm liegt. Damit ergibt sich ein sogenanntes Leistungsgewicht von 4,7 Kilogramm pro PS, was erstaunliche Fahrleistungen ermöglicht. Als da wären eine Höchstgeschwindigkeit von "mehr als 240 km/h" und eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 4,9 Sekunden.

Um den Speedster Turbo vom Speedster ohne Turbo optisch unterscheiden zu können, bekam die glasfaserverstärkte Kunststoffkarosserie des neuen Modells seitlich ausgestellte Kühlrippen, die dem Mittelmotor Luft zuleiten sollen. Außerdem befinden sich an der Turbovariante ein neuer Frontspoiler und ein Heckspoiler in Wagenfarbe. Spätestens Anfang April sollen die ersten Exemplare des offenen Sportwagens in Deutschland ausgeliefert werden. Der Preis steht noch nicht exakt fest, wird sich aber voraussichtlich bei 36.000 Euro einpendeln.