Opel-Therapie: Frischer denken - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Opel-Therapie Frischer denken

An die guten Jahre von Opel können sich nur noch wenige erinnern, die Krise des Rüsselsheimer Unternehmens zieht sich nämlich schon länger. Jetzt soll nicht alles besser, aber vieles anders werden. Zum Beispiel gibt es einen neuen Markenauftritt.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

"Frisches Denken für bessere Autos" lautet der Slogan der neuen Kampagne. "Wir wollen der Marke mit dem Blitz wieder ein klares, eigenständiges Profil geben", sagt Marken-Vorstand Alain Uyttenhoven.

Der Kunde solle bei Opel-Fahrzeugen in allen Details erkennen, dass frisches Denken ins Unternehmen eingekehrt sei. Insofern dürfte das Debüt des neuen Mittelklasse-Modells Vectra in wenigen Wochen ganz besonders beachtet werden.

Der neue Auftritt von Opel wird vor allem über Fernsehspots vermittelt. Nach dem einleitenden Film zum Thema "Frisches Denken", der bereits ausgestrahlt wird, werden im Februar Spots über die Modelle Astra Cabrio und Opel Zafira folgen. Im März folgt laut Opel dann "eine erste Kommunikationswelle rund um den neuen Vectra, der das neue Opel-Gesicht trägt". Ab April steht das Auto bei den Händlern, dann wird es ernst.

Denn mit dem Vectra muss die Marke Farbe bekennen. Der Wagen soll die Wende bringen und die Richtung vorgeben, die auch für das Design, die Verarbeitung und den Gesamteindruck der künftigen Modelle gilt. Opel-Vorstandschef Carl-Peter Forster: "Bei Opel steht jetzt das Produkt im Mittelpunkt. Wir werden durchschnittlich alle sechs Monate ein neues Fahrzeug vorstellen. Dazu haben wir all unsere Kräfte gebündelt. General Motors unterstützt uns dabei uneingeschränkt."

Der Optimismus erhielt allerdings einen deftigen Dämpfer: Das operative Ergebnis von Opel erbrachte im abgelaufenen Jahr ein Minus von 674 Millionen Euro; damit war die entscheidende Kennzahl für das Kerngeschäft, nämlich die Entwicklung, den Bau und den Verkauf von Autos, nochmals negativer als im Vorjahr.