Opel und AOL Ähnliche Zielgruppen
So wird im Kleinen vollzogen, was im Großen bereits funktioniert: AOL und General Motors, der Mutterkonzern der deutschen Adam Opel AG, haben in den USA bereits eine Allianz gebildet. Das deutsche Pendant wird mit Beginn der Internationalen Automobilausstellung (IAA) in Frankfurt im September aktiv. Im Wesentlichen fußt die Zusammenarbeit auf zwei Säulen.
Zum einen will Opel die Online-Kommunikation mit potenziellen Kunden "dramatisch intensivieren", wie es Opel-Sprecher Rüdiger Assion ausdrückt. Warum dies mit AOL gelingen soll, ist flugs erklärt. "Die Zielgruppen sind in weiten Teilen identisch." Deshalb wird das Opel-Angebot auf diversen Plattformen und in die Portale aol.de, compuserve.de und netscape.de mit aufgenommen. Der in der Branche bereits übliche Auto-Konfigurator oder Gewinnspiele sollen ebenfalls User zur Marke mit dem Blitz im Emblem locken.
Die zweite Säule der geplanten Kooperation sollen gemeinsame Dienste werden, die allerdings noch zu entwickeln sind. Vorstellbar ist nach den Worten Assions zum Beispiel ein Service, bei dem die Kunden via Webcam in der Fabrik die Entstehung ihres Autos verfolgen können. Oder ein Dienst, mit dessen Hilfe sich das Auto "selbständig" beim Kundendienst anmeldet. Opel-Chef Carl-Peter Forster sagte nach dem Unterschreiben der Verträge mit AOL: "Die Partnerschaft ergänzt unsere seit Jahren permanent ausgebaute Webkompetenz und wird unsere zahlreichen Online-Aktivitäten noch bekannter machen."