Opel Vectra GTS: Jetzt aber Tempo - DER SPIEGEL
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Opel Vectra GTS Jetzt aber Tempo

Der neue Opel Vectra steht gerade mal zwei Wochen bei den Händlern, da trumpfen die Rüsselsheimer schon mit dem ersten Vectra-Ableger auf: Der GTS fährt im Herbst als "schnellster Serien-Opel aller Zeiten" vor.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Während der "normale" Vectra die traditionelle Opel-Kundschaft ansprechen soll, hat die "coupéartige Sportlimousine" Vectra GTS die Aufgabe, jüngere und sportlich eingestellte Käufer zu überzeugen. Im Grund jedoch sind beide Modelle identisch. Im Detail jedoch unterscheiden sich Vectra und Vectra GTS dann doch deutlich.

Beispiel Karosseriedesign: Die Frontschürze ist beim GTS ein wenig aggressiver gestaltet, die Scheinwerfereinfassungen sind abgedunkelt und vor den Vorderrädern sind seitliche Lufteinlässe im Stoßfänger angedeutet. Von der Seite betrachtet fällt auf, dass der GTS dort, wo der normale Vectra eine stämmige C-Säule hat, mit einem dritten Fenster aufwartet. Das lässt die Dachlinie gestreckter und mithin "coupéartig" erscheinen, wie Opel vorsichtig formuliert.

Am Heck schließlich fällt der GTS durch eine schmale Spoilerlippe auf dem Kofferraumdeckel und durch abgedunkelte Rückleuchten auf. Das Topmodell ist zusätzlich an zwei ovalen Auspuff-Endrohren zu erkennen.

Der schnellste Opel wird von einem 3,2-Liter-V6-Motor mit 211 PS (155 kW) befeuert. Das Drehmoment der Maschine liegt bei 300 Nm, der Spurt von 0 auf 100 km/h ist in 7,5 Sekunden möglich. Als Höchstgeschwindigkeit gibt Opel 248 km/h an. Das ist für ein viertüriges Familienauto allemal ausreichend.

Wer etwas bescheidener über den Asphalt rollen möchte, wird vielleicht bei den kleineren Triebwerken etwas passendes finden. Den Vectra GTS gibt es außer mit dem V6-Aggregat auch mit Vierzylinder-Benzinern die 122 und 147 PS leisten (90 und 108 kW) sowie mit einem Turbodiesel-Direkteinspritzer mit einer Leistung von 125 PS (92 kW).

Sportlichkeit sollen nicht nur das Äußere und der Antrieb vermitteln, sondern auch das gegenüber dem Standard-Vectra um zwei Zentimeter tiefer gelegte Fahrwerk und die etwas direkter ausgelegte Lenkung. ABS mit Kurvenbremskontrolle, Bremsassistent und elektronischer Bremskraftverteilung, ESP und Traktionskontrolle sind serienmäßig an Bord.

Sportliche Atmosphäre im Innenraum soll durch ein Dreispeichen-Lenkrad mit Lederbezug, Instrumenten-Zierringen aus mattem Chrom und eine neue Beschriftung der Skalen entstehen. Da der Marktstart des Vectra GTS erst Anfang September vorgesehen ist, sind bei Opel im Augenblick noch keine Preise zu erhalten.