Opel Vectra OPC: Der Doppel-Turbo - DER SPIEGEL
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Opel Vectra OPC Der Doppel-Turbo

Auf der Essen Motor Show ab Freitag stellt Opel ein ganz besonders kräftiges Dieselmodell vor. Die Studie Vectra OPC wird von einem 1,9-Liter-Selbstzünder angetrieben, der mit einer neuen Doppelturbo-Technik arbeitet.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Bei dem Auto dürfte es sich um eines der forschesten Dieselmodelle überhaupt handeln. Der 1,9-Liter-CDTI leistet 212 PS (156 kW) und entwickelt ein maximales Drehmoment von 400 Newtonmetern bei lediglich 1400 Umdrehungen pro Minute. Interessanter noch als die Fahrleistungen ist der Verbrauch: Die Rüsselsheimer geben als Durchschnittswert 6,0 Liter je 100 Kilometer an. Für ein Auto, das in 6,5 Sekunden von 0 auf Tempo 100 beschleunigt und das 250 km/h schnell ist, ehe die Elektronik den Vorwärtsdrang begrenzt, ist das ein erstaunlicher Wert.

Beim Basismotor der Studie, dem 1,9-Liter-CDTI-Ecotec-Aggregat, handelt es sich um ein 150 PS (110 kW) starkes Triebwerk, das ab Anfang nächsten Jahres in den Modellen Vectra und Signum angeboten wird. Die von OPC (Opel Performance Center) aufgemotzte Version wird mit Hilfe eines doppelten Turboladersystems jedoch deutlich stärker. Der Ladedruck liegt bei 3,0 bar. Und nicht nur die Verbrauchswerte sind erfreulich moderat, auch das Abgasverhalten muss positiv vermerkt werden. Denn der Prototypen-Motor erfüllt die Euro-4-Norm.

Stolz vermeldet Opel, dass der Vectra OPC mit dem wilden Dieselmotor über eine spezifische Leistung von 112 PS pro Liter Hubraum verfügt. Damit ist das Aggregat kräftiger als der Sechsliter-V12-Benziner des Ferrari Enzo. Dessen Literleistung liegt bei 110 PS. Opel vor Ferrari - diese Reihenfolge wird den "Roten" gar nicht behagen.