Opel-Werbespot: Luftnummer mit Kompaktvan - DER SPIEGEL
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Opel-Werbespot Luftnummer mit Kompaktvan

Ein Auto in freiem Fall - das ist nicht unbedingt ein Bild, das positive Assoziationen auslöst. Aber es prägt sich ein. Und somit erfüllt der neue Werbespot von Opel, in dem ein Kompaktvan vom Typ Zafira vom Himmel fällt, seine Aufgabe auf das Vorbildlichste.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Kompaktvans gehören nicht unbedingt zu den Automobilen, die Neugier oder ungeahnte Sehnsucht erwecken. Das spiegelt sich normalerweise auch in der Werbung für diese Autospezies wider. Meist sind es lustige Geschichten aus dem Familienmilieu, in denen die vielsitzigen Modelle eine Hauptrolle übernehmen.

Für den neuen, siebensitzigen Zafira jedoch hat sich Opel etwas anderes ausgedacht: Das Auto fällt aus einem Flugzeug, sieben Fallschirmspringer stürzen hinterher, klappen die versenkten Sitze des Wagens auf, befestigen ihre Fallschirme außen am Auto und steigen ein. Spektakulärer als mit diesem Stunt lässt sich wohl kaum Aufmerksamkeit für einen Siebensitzer im Kompaktformat erregen.

Die Idee dazu stamm von der Werbegantur McCann Erickson in Frankfurt. Ende Mai wurde der 30-Sekunden-Film gedreht und zwar auf und über dem Flughafen von Fudscheira in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Eine mehr als hundertköpfige Crew setzte den Reklamefilm unter der Leitung des niederländischen Regisseurs Frank Vroegop in Szene. Vroegops wichtigste Aufgabe bestand darin, das internationale Team zu koordinieren: Die russischen Piloten der beiden Antonov-Transportflugzeuge aus der Ukraine, die französischen Fallschirmspringer, die Techniker aus Dubai und den Kameramann Greg Gasson aus den USA. Gasson ist übrigens einer der wenigen Kameramänner, die im freien Fall arbeiten.

Ein deutscher gehörte dem Filmteam übrigens auch an: Kfz-Mechaniker Stefano Lamelza ist bei Opel verantwortlich für die Showautos und bereitet die Fahrzeuge auf ihre Einsätze für Werbespots oder andere Fernsehauftritte vor. In diesem Fall entnahm er dem Zafira den Motor und verschweißte die Türen. Außerdem präparierte er ein "Testauto", das aus 1500 Meter Höhe auf das Flugfeld plumpste, damit die Filmleute die Flugeigenschaften des Wagens studieren konnten.

Drei Tage dauerten die Dreharbeiten in Nahost, danach wurden in Paris noch die Tricksequenzen eingefügt, zu denen auch jene Szenen gehören, in denen die Fallschirmspringer im Flug ins Auto steigen. Denn das wäre in der Realität dann doch etwas zu gewagt gewesen.