Ozonwerte steigen: Bürger sollten Autos stehen lassen - DER SPIEGEL
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Ozonwerte steigen Bürger sollten Autos stehen lassen

Es wird heißer und heißer in Deutschland, und mit den Temperaturen steigen auch die Ozonwerte. In Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen wurde schon die Alarmschwelle überschritten. Das Bundesumweltamt appelliert an die Autofahrer, ihren Wagen stehen zu lassen.
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Berlin/Hamburg - Eine Mesststation im Emsland erreichte nach Angaben des Umweltbundesamtes am Nachmittag einen Spitzenwert von 251 Mikrogramm Ozon pro Kubikmeter Luft und übertraf dabei die Alarmmarke von 240. Im nordrhein-westfälischen Ladbergen wurden 250 Mikrogramm Ozon gemessen. Die Landesumweltämter rieten daher dringend von ungewohnten körperlichen Anstrengungen und sportlichen Ausdauerleistungen im Freien ab.

Das Bundesumweltamt appellierte, auf Autofahrten zu verzichten. Bürger könnten helfen, dass die Ozon-Gefahr nicht größer werde, sagte der Präsident des Amtes, Andreas Troge, der "Neuen Presse" in Hannover. Vor allem Dieselfahrzeuge sollten in der Garage bleiben. Generell bestehe aber kein Grund zur Panik. Insgesamt lägen die Ozonwerte unter dem Niveau der neunziger Jahre.

Ozon führt zur Asthma-Anfällen

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace sprach hingegen von Ozonwerten in "Besorgnis erregenden Höhen" und forderte konsequente Fahrverbote. "Ozonsmog ist kein Naturphänomen. Mit einer drastischen Senkung der Autoabgase lassen sich die Ozonspitzen kappen", sagte Greenpeace-Klima-Experte Karsten Smid in Hamburg.

Die Umweltschützer schlagen ein Zwei-Stufenkonzept vor: Wenn eine starke Ozonbelastung absehbar sei, müssten in einer ersten Phase frühzeitig alle Fahrzeuge ohne Katalysator stehen gelassen werden. In einer zweiten Phase solle das Fahrverbot auch auf alle anderen Fahrzeuge ausgeweitet werden.

Ozon führt zu Entzündungen der Atemwege und zu Asthma-Anfällen und fördert Allergien. Vor allem Kinder, Alte und Kranke sind betroffen.

kp/AFP/dpa/ddp