Partikelfilter: Der Diesel wird zum Saubermann - DER SPIEGEL
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Partikelfilter Der Diesel wird zum Saubermann

Der Partikelfilter für Diesel-Pkw, der die schädlichen Rußpartikel zurückhält, hat sich laut Umweltbundesamt im Langzeittest bewährt: Das bedeutet, dass Diesel-Pkw in Zukunft nicht nur wirtschaftlich und zuverlässig, sondern auch sauber sein können.
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Landsberg - Der Dauertest galt dem Peugeot 607 HDi, der als erstes Fahrzeug serienmäßig mit einem Partikelfilter ausgestattet wurde. ADAC und Umweltbundesamt (UBA) kontrollierten den Teilchenausstoß alle 20.000 Kilometer, und auch nach einer Laufleistung von 80.000 Kilometern tat der Filter noch einwandfrei seine Arbeit. Der Test auf dem Abgasprüfstand ergab, dass mehr als 99,9 Prozent der feinen Rußpartikel herausgefiltert wurden. Der Peugeot stößt damit durchschnittlich 10.000-mal weniger Partikel aus als ein vergleichbares modernes Fahrzeug ohne Filter.

Der Peugeot 607 HDi ist seit dem Frühjahr 2000 auf dem deutschen Markt. Inzwischen stattet der französische Automobilkonzern PSA auch andere Diesel-Modelle serienmäßig mit seinem Filtersystem aus.

Der Präsident des Umweltbundesamtes, Andreas Troge, appellierte an die Automobilindustrie, sämtliche neuen Diesel-Modelle mit Partikelfiltern oder einer vergleichbaren Technologie auszurüsten. Das könnte die Diskussion um die Gesundheitsgefährdung durch Dieselruß beenden, sagte Troge. Schwarze Rußwolken auf den Straßen gehören zwar weitgehend der Vergangenheit an. Aber gerade in den Städten tragen feiner Staub und ultrafeine Partikel erheblich zur Belastung der Umwelt bei. Die kleineren Teilchen dringen über Mund, Nase, Luftröhre und Bronchien bis in die Lungenbläschen und rufen Entzündungen hervor, die nicht nur die Atemwege schädigen, sondern auch Herz und Kreislauf belasten.

Besonders umstritten ist die Frage, ob Dieselruß Krebs erzeugt. Neuere Studien unterstützen nach Angaben des Bundesumweltamtes diese Annahme. Ein Vergleich zwischen Otto- und Dieselmotor zeige: Die Krebs erzeugende Potenz von Dieselmotoren ist bei heutigen Modellen mindestens um den Faktor zehn höher als die von vergleichbaren Ottomotoren. Nach Einbau des Partikelfilters jedoch gibt es in dieser Hinsicht kaum noch einen Unterschied, so das Ergebnis des Tests.

Allerdings stoßen aktuelle Diesel-Motoren immer noch acht- bis zehnmal mehr Stickoxide aus als Benziner. Stickoxide tragen zur Bildung des gesundheitsschädlichen Sommersmogs bei. Die Bundesregierung dringt der Behörde zufolge innerhalb der Europäischen Union auf niedrigere Grenzwerte, damit die "Diesel" auch in diesem Punkt mit den Ottomotoren gleichziehen können.