Peugeot 1007 Sésame öffnet sich
Mit blumigen Worten beschreiben die Franzosen, was es mit dem neuen Autokonzept auf sich hat: Der Peugeot 1007 sei "ein überall und jederzeit passendes Fahrzeug, das man bis in die Fingerspitzen erlebt" und "nur ein einziges Bestreben hat: Befreier zu sein!".
Nüchtern betrachtet handelt es sich bei dem französischen Freiheitskämpfer um einen 3,73 Meter langen, 1,61 Meter hohen Kleinwagen mit einem Radstand von 2,32 Metern in so genannter One-Box-Architektur. Die Bauweise, bislang eher bei den Vans üblich, ermöglicht eine erhöhte Sitzposition, viel Übersichtlichkeit gepaart mit einem hellen, großzügigen Innenraum sowie zahlreichen Möglichkeiten in Bezug auf seine Variabilität.
Das ist zwar nicht sonderlich innovativ, wie Renault schon vor Jahren mit dem Twingo oder ebenfalls zur gleichen Zeit auf dem Pariser Salon mit dem Modus zeigen wird. Peugeot fügt dieser Modellform jedoch ein weiteres Feature hinzu, das bisher ebenfalls nur in großen Vans wie Chrysler Voyager oder dem hauseigenen 807 zu finden war: elektrische Schiebetüren. Per Knopfdruck von innen oder Fernbedienung von außen werden die "Sésame"-Türen geöffnet und geben dank der nach hinten versetzten B-Säule der Karosserie einen 92 Zentimeter breiten Zugang frei.
Damit soll das Ein- und Aussteigen, vor allem in engen Parklücken, erleichtert werden. Durch die breite Öffnung sollen auch die Fondgäste auf die hinteren Plätze gelangen. Wer nicht die Statur oder Gelenkigkeit dazu hat, kann die Vordersitze umlegen. Im Vergleich zu einem Zweitürer soll damit auch die Anbringung eines Kindersitzes erleichtert werden. Sobald der Wagen schneller als 5 km/h fährt, verriegeln sich die Türen automatisch.
Den Schiebetüren verdankt der Wagen denn auch seine ungewöhnliche Zahlenkombination. Peugeot meint, dass auf Grund der technischen Innovation der 1007 "würdig sei, die neue Kennzeichnung mit vier Ziffern und Doppelnull in der Mitte einzuweihen, die den völlig neuen Modellen vorbehalten ist".
Und noch eine Neuheit bietet der kleine Franzose. Mit dem so genannten Caméléo-Konzept lassen sich im Innenraum innerhalb einer Viertelstunde und ohne Werkzeug Armaturenbrett und Türen sowie Zierblenden und Sitzbezüge ausbauen und gegen andersfarbige tauschen. Gewählt werden kann dabei aus zwölf unterschiedlichen Dekorvorschlägen. Die beiden getrennten Rücksitze erlauben die Wahl zwischen einem Innenraum für vier Insassen oder der Erweiterung des Fassungsvermögens des Kofferraums von 246 auf 416 Liter. Der Lehne des Beifahrersitzes verwandelt sich durch Umklappen in eine Tischablage. An Bord sind zahlreiche Ablagemöglichkeiten, beispielsweise ein großes Handschuhfach mit Fächern und Schubfächer unter den Vordersitzen.
Weithin bekannt sind dagegen die Motoren, mit denen Peugeot den 1007 zum Marktstart im Frühjahr 2005 anbieten will: Ein 1,4-Liter-Benziner mit 75 PS und ein 109 PS starker 1,6-Liter-Benziner. Als Dieselantrieb kann der 1.4-Liter-HDi mit 68 PS geordert werden. Auch der 1,6-HDI-Diesel mit 109 PS und Partikelfilter, den es bislang nur im Modell 206 gibt, ist im Gespräch.
Zur technischen Ausstattung des 1007 gehören eine elektrische Servolenkung und das "2 Tronic"-Getriebe, das bei den Benzinversionen angeboten wird. Das neuartige Getriebe schaltet automatisch oder kann sequenziell mit der Hand geschaltet werden. Für serienmäßige Sicherheit sorgen ESP, bis zu sieben Airbags und Isofix-Befestigungen für Kindersitze. Zu den bestellbaren Ausstattungs-Extras gehören ein Panorama-Glasdach, Tempomat, Einparkhilfe, Regensensor, Klimaautomatik und eine Hifi-Anlage.