Peugeot 207 Der Tausendsassa
Vielfalt ist Trumpf bei Peugeot. Während viele Hersteller ihre Modellauswahl kontinuierlich eindampfen, wollen es die Franzosen gerade bei den Kleinwagen offensichtlich jedem recht machen und bieten eine Palette an, die kaum breiter sein könnte. Schon den normalen Peugeot 207, der im vergangenen Frühjahr das Modell 206 beerbte, gibt es nicht nur als Drei- oder Fünftürer, sondern auch mit zwei unterschiedlichen Frontpartien. Und auf dem Genfer Salon (8. bis 18. März) geht die Familienplanung munter weiter.
Denn als nächstes Löwenbaby stellt Peugeot dort das neue Cabrio-Coupé ins Rampenlicht, das wenige Tage später auch schon zu den Händlern und in den deutschen Frühling rollen soll. Dass dieses Auto bis auf die Antriebstechnik, die Farbe und die Stoffmuster im Innenraum der Studie Epure gleicht, die beim Pariser Autosalon im September debütierte, ist keine sonderliche Überraschung. Dass allerdings zumindest für die Kunden der ersten Stunde - auch der Preis im Vergleich zum Vorgängermodell nicht verändert wurde, schon.
Als zweite Neuheit feiern die Franzosen in Genf den 207 RC, der in den Reifenspuren des legendären 205 GTi fahren und noch in diesem Sommer gegen Autos wie den Corsa OPC oder den Fiesta ST antreten soll. Den kleinen Sportler mit dicken Backen und üppigen Schwellern treibt ein 1,6 Liter großer Turbo-Direkteinspriter-Benzinmotor aus der Kooperation mit BMW an, der 175 PS leistet und 240 Nm auf die Straße bringt. 200 Sachen sollten damit nun wirklich kein Problem mehr sein.
Der dritte Neuling: Eine Kombi-Studie
Aber zwei Premieren in einer Baureihe sind Peugeot offensichtlich noch nicht genug. Weil aller guten Dinge drei sind, steht auf dem Messestand in Genf auch noch die Studie 207 SW Outdoor. Sie schlägt nicht nur die Brücke zum neuen Geländewagen 4007, der in der Schweiz ebenfalls zum ersten mal zu sehen sein wird. Sie lässt vor allem erahnen, wie ein kleiner Lifestyle-Kombi in dieser Klasse aussehen könnte. Wie sein großer Bruder 307 SW bekommt das Auto deshalb ein Panorama-Glasdach, ein separat zu öffnendes Heckfenster und etwas mehr Variabilität im Innenraum.
Denkt man sich das bläulich schimmernde Chrom, das hellgraue Leder, die Fallschirmseide und die orangefarbenen Farbtupfer ebenso weg wie die leichte Trekking-Kleidung, dann hat man wahrscheinlich schon eine sehr konkrete Vorstellung vom künftigern Serienmodell, das wenn die Franzosen ihre Schlagzahl halten spätestens auf der IAA in Frankfurt stehen wird. Am Markt hat dieses Auto dann beinahe eine Alleinstellung. Denn außer dem Skoda Fabia gibt es in diesem Format zumindest in Deutschland keinen anderen Kombi mehr.
Sieht man einmal von einem kleinen Stufenheck für Osteuropa und den Export in andere Kontinente ab, sollte die 207-Modellpalette damit dann wieder komplett sein zumindest in der Großserie. Dass der 207 aber durchaus noch mehr Potential bietet, zeigt Peugeot in Genf einmal mehr mit einem kleinen Spider. Leider gibt es dieses Auto nur in Handarbeit, in homöopathischen Stückzahlen und für einen ausgesuchten Kreis besonders sportlicher Kunden. Dass ihm die Straßenzulassung fehlt, muss die Fahrer nicht stören. Schließlich plant Peugeot zum Auto auch noch eine Rennserie.
tom