Peugeot 407 SW Kombi mit hellem Köpfchen
Die fehlende Ähnlichkeit zu herkömmlichen Kombis liegt beim Peugeot 407 SW vor allem an der geschickten Heckgestaltung. Die schmal geschnittene, sich nach oben hin verjüngende Heckscheibe hinterlässt mit den dreieckigen Ausläufern an den Seiten den Eindruck, als spanne sie sich um das gesamte Heck. Ebenso verlaufen auch die Rückleuchten ums Eck und im spitzem Winkel in den Seiten aus. Im Gegensatz dazu ragt die tief eingeschnittene Ladekante wie eine vorstehende Unterlippe aus dem massigen Heckstoßfänger heraus. Das Ganze erinnert ein wenig an die Geometrie eines Renault Vel Satis oder des neuen Seat Toledo. Serienmäßig gibt es dazu noch ein riesiges Panorama-Glasdach, das in neun Stufen bis zu 1,6 Quadratmeter Himmel über den Köpfen der Insassen öffnet.
Das übrige Styling wie auch die Dimensionen folgen denen der Limousine. Der gleiche großmaulige Kühler, dieselben weit nach hinten gezogenen Scheinwerfer. Der 4,763 Meter lange 407 SW streckte sich gegenüber der Stufenheck-Version um 87 Millimeter, allerdings nur nach hinten raus. Bis zur Hinterachse sind beide Modelle gleich lang, auch der Radstand von 2725 Millimetern ist identisch. Allein die Höhe wuchs durch die Dachreling um 41 Millimeter auf 1,486 Meter.
So ungewöhnlich die Formen, so gewöhnlich Funktion und Variabilität. Der Kofferraum schluckt im Normalzustand 448 Liter. Werden die asymmetrisch teilbaren Rücksitzlehnen nach vorne geklappt, sind es gerade mal 624 Liter. Lifestyle kostet nun mal Laderaum. Immerhin ist die Beifahrerlehne ebenfalls nach vorn zu klappen, wodurch eine 2,7 Meter lange Ladefläche entsteht. Und das Heckfenster lässt sich separat auf Schlüsselknopfdruck öffnen, was in engen Parklücken sehr praktisch ist.
Auch Technik, Fahrwerk und Motoren übernimmt der Kombi von der Limousine. Zur Wahl stehen vier Benziner mit Leistungen zwischen 116 PS (85 kW) und 211 PS (155 kW) sowie die beiden HDi-Motoren mit 109 PS (80 kW) oder 136 PS (100 kW). Alle Motoren erfüllen die Abgasnorm Euro4, die beiden Diesel sind zudem ab Werk mit dem FAP-Rußpartikelfilter ausgerüstet. Für Sicherheit sorgen neben ABS und ESP ein Notbremsassistent sowie neun Airbags, darunter ein Lenksäulen-Airbag für den Fahrer, wofür der 407 im EuroNCAP-Crashtest schon das Top-Ergebnis von fünf Sternen einfahren konnte.
Peugeot bietet den Kombi ab 21.900 Euro in den Ausstattungsversionen SW, SW Prémium und SW Platinum an. Schon die Basis ist mit einer automatischen Klimaanlage, elektrischen Fensterhebern vorn und hinten, Mittelarmlehnen mit integriertem Staufach, Bordcomputer und beleuchteten Seitenschwellern vorn und hinten recht üppig bestückt. Ab der zweiten Stufe SW Prémium gibt es zusätzlich eine getrennt regelbare Klimaautomatik, CD-Audioanlage, Leder an Lenkrad und Schalthebelknauf. Reifendruck- und Regensensor sowie 17-Zoll-Leichtmetallräder. Die Top-Variante Platinum erwärmt Autofahrers Herz mit beheizbaren und elektrisch verstellbaren Ledersitzen, Xenonscheinwerfern, Scheinwerfer-Reinigungsanlage und Tempomat.
Von Frank Wald