Peugeot-Studien Wilde Orchideen
Was soll man davon halten, wenn ein Autohersteller eine Pressemitteilung verschickt, die mit dem Satz beginnt: "Wir alle träumen nachts, und jeder strebt im Traum nach anderen Dingen, die bei Tagesanbruch verblassen oder ganz verschwinden." Zunächst ist man ratlos, ahnt dann aber, worauf es hinausläuft: Logisch, ein Traumwagen wird da avisiert. Das passiert zwar immer mal wieder, aber in diesem Fall trifft es zu. Sogar doppelt.
500 PS unter der Haube: Der erste Supersportwagen von Peugeot
Foto: Peugeot
Ungewöhnliches aus dem Hause Peugeot: Der Supersportwagen 907
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Schafft wohl 300 Kilometer pro Stunde: Die Peugeot-907-Studie
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Leder und Alcantara für den Fahrgastraum: Die Peugeot-07-Studie
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Inklusive Zwölfzylinder-Aggregat: Die Peugeot-07-Studie
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Holz für Lenkrad und Schalthebel: Die Peugeot-07-Studie
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Der erste Supersportwagen von Peugeot: Bitte klicken Sie einfach auf ein Bild, um zur Großansicht zu gelangen. |
Das Modell 907, das Peugeot beim Pariser Salon (25. September bis 10. Oktober) enthüllen wird, fällt nämlich durchaus in die Kategorie "Traumwagen" und wird - andererseits - auch wohl ewig eine Träumerei bleiben. Warum? Weil ein Zwölfzylinder-Sportwagen in dem durchweg vernünftig und praktisch ausgerichteten Sortiment von Peugeot arg in der Luft hinge. Aber als Messe-Hingucker funktioniert der Wagen natürlich.
Das Design des 907 spielt mit klassischen und futuristischen Elementen. Die lange Motorhabe, die Kiemen in den Flanken, das exquisite Innenraumambiente mit Holzeinlagen - alles Zitate der Gran-Turismo-Tradition. Das Fenster in der Motorhaube, durch die die zwölf Ansaugtrichter zu sehen sind, die von der Front- bis zur Heckscheibe komplett durchgehende Glasfläche oder das Carbon-Monocoque dagegen weisen deutlich in die Zukunft. Die etwas schwülstige Optik des Wagens nennen die Franzosen "überzeichnet" - der 907 ist eine Diva, die etwas zu viel Schminke aufgetragen hat.
Antriebstechnisch bewegt sich das Auto im bewährten Umfeld der Supersportwagenklasse: Sechs-Liter-Zwölfzylinder, 500 PS (368 kW), Transaxle-Bauweise und Fahrleistungen (die Peugeot jedoch nicht angibt), über die man nicht groß zu diskutieren braucht. Stoff dazu liefert allerdings die zweite Studie der Franzosen, ein schrilles Quad namens "Quark". Die Besonderheit dieses zweisitzigen, offenen Vierraders ist nämlich eine Brennstoffzelle, die Energie für die vier in den Radnaben platzierten Motoren liefert.
Den "Saft" erhalten die Elektromotoren (je 100 Newtonmeter Drehmoment) aus einer Nickel-Metallhydrid-Batterie, die beim Bremsen wieder aufgeladen wird - und aus einer Brennstoffzelle, die wiederum mit Wasserstoff aus einem neun Liter großen Druckbehälter (700 bar) versorgt wird. So wird aus dem "Quark" ein emissionsfreies Freizeitmobil, das eine Reichweite von maximal 130 Kilometern hat, bis zu 110 km/h schnell wird und in 6,5 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 50 beschleunigt. Neu und vor allem sehr platzsparend ist übrigens die Lösung einer Luftkühlung für die Brennstoffzelle.
Der Wegfall eines Kühlwassersystems erlaubte den Designern des "Quark" mehr Freiheit bei der Gestaltung des wilden Gefährts, bei dem sich die technischen Bauteile - etwa die knallrote Wasserstofftankpatrone am Heck - eindrucksvoll ins Gesamtbild fügen. Materialien wie blankes Aluminium und Carbon unterstreichen das futuristische Element der Studie. Und natürlich gibt es die im 21. Jahrhundert scheinbar unvermeidlichen Dinge wie Navigationssystem, Bluetooth-Telefon, MP3-Spieler und einen elektronischen Terminplaner. Beim "Quark" sollte der sehr, sehr weit in die Zukunft reichen.