Pilotprojekt: Parkgebühr per Handy bezahlen - DER SPIEGEL
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Pilotprojekt Parkgebühr per Handy bezahlen

Das Wühlen nach Kleingeld in den Hand- und Hosentaschen hat ein Ende. Zumindest in Berlin und Bremen. Bei den Pilotprojekten können Autofahrer ihre Parkgebühren mit dem Handy begleichen.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Berlin - In Berlin muss nach Anmeldung im Internet beim Abstellen des Autos lediglich eine kostenlose Telefonnummer angewählt werden, beim Losfahren ebenso. Möglich ist auch eine Meldung per SMS. Jeweils zum Monatsende werden die Parkgebühren vom Bankkonto eingezogen.

Den Gang zum Parkautomaten sparen sich ab heute Autofahrer im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf - wenn sie denn überhaupt einen Parkplatz gefunden haben. Für das Pilotprojekt "Handy-Parken" in Berlin hätten sich in den vergangenen Wochen bereits über 1100 Autofahrer registrieren lassen, sagte der Geschäftsführer der Betreiberfirma Mobile Parking, Thomas Tampier, am Dienstag.

Ob ein Autofahrer tatsächlich bezahlt hat, können Ordnungskräfte durch das Scannen einer im Auto angebrachten Vignette kontrollieren. Diese wird Autofahrern nach der Registrierung im Internet zugesandt.

Der ADAC sieht den Vorteil des neuen Systems darin, dass die Kleingeldsuche an Parkscheinautomaten ein Ende habe. Zudem müsse man sich nicht vorab auf eine bestimmte Parkzeit festlegen, und die Parkgebühren würden auf drei Minuten genau abgerechnet.

mPark in Bremen gestartet

Seit Anfang Februar können auch Bremer das Kleingeld im Portemonnaie lassen. Nachdem sie sich im Internet registriert haben, müssen sie allerdings noch eine der 50 Parkuhren, gekennzeichnet mit blauem Aufkleber und den Buchstaben "mP", im Bremer Stadtgebiet finden, die auch auf das Handy reagieren. Die jeweilige Nummer des Parkscheinautomaten muss eingegeben werden, dann spuckt er einen Parkschein aus. Nur abgerechnet wird beim Parken mit dem Handy ebenfalls per Bankeinzug oder Kreditkarte.

Der Modellversuch in Bremen ist zunächst auf sechs Monate begrenzt, weitere starten die Betreiber mPark im März in Köln und Düsseldorf. Das Projekt in Berlin läuft zunächst ein Jahr bis zum 31. Januar 2006 und soll in den nächsten Monaten auf andere Stadtgebiete ausgeweitet werden.

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