Pkw-Absatzflaute Importe auf Talfahrt
Die Neuzulassungen gingen im ersten Quartal 2001 insgesamt um sieben Prozent auf 828.400 Pkw- und Kombi-Modelle zurück. Besonders die Importeure trifft es dabei mit voller Wucht. Die ausländischen Anbieter mussten Einbußen von fast 17 Prozent hinnehmen. Für einzelne Hersteller aus Europa und Übersee kamen die Absatzeinbußen einem Erdrutsch gleich. Insbesondere japanische Marken scheinen in der Gunst der Deutschen weiter an Boden zu verlieren. Nach den bislang vorliegenden Daten für Januar und Februar verkaufte Honda 33 Prozent weniger Autos als im gleichen Vorjahreszeitraum. Mitsubishi büßte sogar 43 Prozent ein. Suzuki fiel um 27 Prozent zurück. Nur Toyota blieb mit einem Minus von 2,4 Prozent von der Flaute fast verschont.
Aber auch für einige europäische Hersteller war Deutschland zum Jahresbeginn ein schlechtes Pflaster. Renault als größter Importeur hier zu Lande fiel in den ersten beiden Monaten um 21 Prozent zurück. Der französische Konkurrent Peugeot fuhr mit minus 19 Prozent im Rückwärtsgang. Die Fiat-Gruppe verfehlte ihr Vorjahresergebnis um 13 Prozent.
Am schwersten getroffen hat es englische Fahrzeuge. Land Rover kam mit minus 58 Prozent auf die Gefällstrecke, Rover-Modelle waren mit minus 66 Prozent nahezu unverkäuflich. Die Abnabelung zwischen BMW und Rover zeigt offenbar immer noch Wirkung. Unter dem Strich verloren alle Importmarken zusammen im Januar und Februar mit nur 152.901 verkauften Modellen 16,25 Prozent. Die Neuzulassungen deutscher Fabrikate gingen nach Angaben des Verbandes der Importeure von Kraftfahrzeugen (VDIK) dagegen nur um 0,23 Prozent auf 324.880 Fahrzeuge zurück.
Und auch im März hat sich die Lage für die Importmarken offensichtlich nicht grundsätzlich geändert. Der VDIK rechnet allenfalls mit 270.000 abgesetzten Modellen. Damit würde das erste Quartal einen Schwund von 16,6 Prozent bringen. Der Marktanteil bleibt mit rund 32 Prozent für die ersten drei Monate deutlich hinter dem Vorjahreswert von fast 36 Prozent zurück.
Der Verband sieht jedoch noch "keinen Anlass für Dramatik". Vor allem von der Leipziger Automesse erhoffen sich die Importfirmen positive Impulse. Das besondere Handicap der Importeure ist allerdings ihr überproportional hoher Anteil in Ostdeutschland. Und dort geht der Absatz seit Jahresbeginn generell stärker zurück als im Westen.