Pläne für Kleinwagen-Produktion: Audi rettet VW-Werk in Brüssel - DER SPIEGEL
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Pläne für Kleinwagen-Produktion Audi rettet VW-Werk in Brüssel

Die VW-Tochter Audi übernimmt von der Konzernmutter die Verantwortung für das Brüsseler VW-Werk. Mit den belgischen Gewerkschaften einigte sich Audi auf Eckpunkte zur Rettung des Standorts. Ab Ende 2009 will Audi dann seinen neuen Kleinwagen in dem Werk bauen.
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Ingolstadt - Mit den belgischen Gewerkschaften sei eine Vereinbarung unterzeichnet worden, mit der die Arbeitskosten um 20 Prozent gesenkt werden, sagte Audis Personalvorstand Werner Widuckel heute in Ingolstadt. Die Wochenarbeitszeit werde ohne Lohnausgleich um drei auf 38 Stunden erhöht. Im Gegenzug erhalten die rund 2200 Mitarbeiter in Brüssel eine Jobgarantie bis Ende 2010.

Der Vereinbarung zufolge sollen in dem Werk von 2007 bis 2009 nicht nur Volkswagen-Modelle gebaut werden, sondern auch das Audi-Modell A3. Audi garantiert dem Standort Brüssel bis 2009 eine jährliche Auslastung von 84.000 Fahrzeugen.

Der zusätzliche Produktionsstandort gehe nicht zu Lasten der deutschen Standorte, unterstrich Audi-Chef Rupert Stadler. "Derzeit ist die Nachfrage nach dem Audi A3 so groß, dass wir bestrebt sind, so schnell wie möglich die neue Produktion zu installieren, um die Nachfrage befriedigen zu können", sagte er. An den Arbeitsplatzzusagen für die deutschen Standorte halte Audi ausdrücklich fest.

Für den neuen Audi-Kleinwagen, in den Medien A1 genannt, sei ein Produktionsvolumen in der "Größenordnung von etwa 100.000 Einheiten pro Jahr" angestrebt, sagte Stadler. Das neue Einstiegmodell, mit dem Audi vor allem gegen den BMW Mini antreten will, soll ausschließlich im Brüssel gebaut werden. Über den Namen des Fahrzeuges sei aber nach wie vor nicht entschieden, fügte Stadler hinzu.

kai/Reuters/dpa