Plage im Werk: Ford klaut Tauben-Eier - DER SPIEGEL
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Plage im Werk Ford klaut Tauben-Eier

Mitarbeiter der Ford-Werke in Köln haben eine zusätzliche Aufgabe. Sie sollen die Geburtenkontrolle für rund 450 Tauben übernehmen, die das Fabrikgelände zur Heimat erkoren haben. Grund: Die fliegenden Plagegeister stören den Betrieb.
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Köln - Seit geraumer Zeit kehren die Tauben regelmäßig in die Werke in Köln zurück und fühlen sich hier pudelwohl - allerdings sehr zum Leidwesen des Unternehmens und seiner Mitarbeiter. Die Tauben verschmutzen Produktionsmaterial, zerstören den Lack der Autos und stellen ein hygienisches Problem an den Pausenplätzen dar, heißt es in einer Mitteilung.

Auf Nachwuchs werden die Tauben in den 200 eigens für sie angelegten Nistplätze vergeblich warten, denn sie werden ausgetrickst. Anstatt die Tauben nämlich zu vertreiben, will Ford nun mit einer artgerechten Bestandskontrolle das Problem lösen. Dazu werden an vier verschiedenen Plätzen auf dem Gelände Taubenschläge mit bis zu 200 nummerierten Nistplätzen errichtet. Diese sollten danach regelmäßig von Mitarbeitern kontrolliert werden, frisch gelegte Eier tausche man gegen Gipsattrappen aus.

Jede Taube koste Ford auf diese Weise etwa sechs Euro pro Jahr an Futter, sagte der Kölner Fertigungsleiter Hans-Peter Sulser. "Doch die Beseitigung der Schäden wäre erheblich teurer." Die bisherigen Brutplätze der Tauben, beispielsweise 52 Stützpfeiler einer Pipeline, wolle man nach und nach mit Netzen und Gittern beseitigen.