Porsche: Warten auf den Turbo - DER SPIEGEL
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Porsche Warten auf den Turbo

In den USA bleibt die Nachfrage nach den Porsche-Modellreihen Boxster und 911 ungebrochen. Allerdings wird sich der Traum vieler betuchter Liebhaber nicht erfüllen: Der neue 911 Turbo ist in Nordamerika bereits vor seiner Markteinführung ausverkauft.
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Detroit - "Alle Wagen dieses Typs, die wir in diesem Jahr erhalten, sind vergeben", sagte Fred Schwab, Präsident von Porsche Nordamerika, am Dienstag auf der Internationalen Autoshow in Detroit. Der 420 PS starke und 305 Stundenkilometer schnelle Sportwagen kommt in den USA im August auf den Markt. Selbst die erfolgreichen Vorbesteller müssen in Nordamerika rund zwölf Monate auf den neuen 911er warten.

Nordamerika ist für Porsche der wichtigste Absatzmarkt: Von den rund 45.000 im zum 31. Juli abgelaufenen Geschäftsjahr 1998/99 produzierten Sportwagen der Modellreihen Boxster und 911 wurden knapp 22.000 in Nordamerika verkauft - ein Plus von über 20 Prozent. Für das laufende Jahr erwartet Porsche in den USA ein weiteres Absatzwachstum, das aber nicht mehr zweistellig sein wird. In den ersten vier Monaten des neuen Geschäftsjahres stieg der weltweite Absatz von Porsche um acht Prozent auf 13.315 Fahrzeuge.

Hohe Erwartungen setzt der kleinste unabhängige Automobilproduzent der Welt in das intern E 1 genannte neue sportliche Mehrzweckfahrzeug, das im Jahr 2002 auf den Markt kommen soll. Dieses Auto werde die Wettbewerbsfähigkeit von Porsche weiter steigern und dem Unternehmen neue Wachstumspotenziale bei Absatz, Umsatz und Ertrag eröffnen, sagte Hans Riedel, der für den erkrankten Vorstandsvorsitzenden Wendelin Wiedeking nach Detroit gekommen war.

Der E 1, der in Leipzig gebaut werden soll, trage das Gütesiegel "Made in Germany". Dies sei ein ganz entscheidender Wettbewerbsfaktor. In Nordamerika werden die rund 200 Porsche-Händler knapp 500 Millionen Mark in die Umrüstung ihrer Läden und Werkstätten für die neue dritte Modellreihe von Porsche investieren, sagte Schwab.