Quer durch Russland Frostigste Rallye der Welt
Murmansk - Es ist die längste Winterrallye der Welt, aber wohl auch frostigste Autorallye überhaupt. So erreichten bei der Premiere der "Expedition Trophy" im vergangenen Jahr lediglich sieben der 33 Teams das Ziel. Dieses Jahr versuchen 28 Teams aus je zwei Männern und einer Frau ihr Glück. Sie sind heute in Geländewagen zur ihrem zwei Wochen langen Rennen gestartet. Um den Siegerpreis von zehn Kilogramm Gold in Empfang nehmen zu können, sollen sie Geschick, Ausdauer und Teamgeist unter Beweis stellen.
"Ich erwarte etwas sehr Ungewöhnliches, Aufregendes, weil die Wetterbedingungen anders sein werden als alles, was ich gewohnt bin", sagte der deutsche Teilnehmer Sven Beerweiler aus Ludwigsburg. Das Rennen startete am traditionellen Männerfeiertag in Russland, dem Tag des Vaterlandverteidigers. Das Ziel in Wladiwostok soll am 8. März erreicht werden, dem Internationalen Frauentag.
Das Rennen organisieren russische Geschäftsleute, die mit der Winterrallye die Schönheit ihrer Heimat zeigen wollen. Die Rallye führt durch Sankt Petersburg und Moskau und wird von einem Kulturprogramm begleitet. Im Vorjahr hatte die Popband "Boney M" ein Konzert auf dem zugefrorenen Baikalsee gegeben.
"Wir können froh sein, wenn wir überhaupt das andere Ende erreichen", sagte der britische Hobbyfahrer Philip Cornelius. Er fühle sich in Russland so exotisch "wie ein Bobteam aus Jamaika". Doch selbst bei einem Ausscheiden aus dem offiziellen Rennen wolle er bis Wladiwostok weiterfahren, kündigte Cornelius an.
abl/dpa