Range Rover Sport: Variation des Rechtecks - DER SPIEGEL
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Range Rover Sport Variation des Rechtecks

Range Stormer hieß eine rasant-bullige Studie, die Anfang dieses Jahres auf dem Landrover-Stand bei der Detroit Motor Show enthüllt wurde. Anfang Januar 2005 wird, abermals in Detroit, das Serienmodell seine Weltpremiere feiern: der Range Rover Sport. Leider ist von der Studie nicht mehr viel übrig geblieben.
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Das ist mal wieder typisch: Wenn es um ein Konzeptauto geht, dann zieht die Industrie alle Register. Bis aus dem Messefeger aber ein Serienfahrzeug wird, schleifen sich ausgerechnet die verwegensten Einfälle der Entwickler bis zur Unkenntlichkeit ab. Jüngstes Beispiel ist der Range Rover Sport, der zwar immer noch ein feiner Wagen ist, aber doch viel von der Präsenz und dem Kick der Studie verloren hat - ganz abgesehen von dem fetzigen Namen Range Stormer.

Landrover-Direktor Matthew Taylor räumt denn auch ein, dass das neue Modell "weniger wild, sondern kultivierter als bisherige Angebote" im Segment der sportlichen SUVs sei. Was das Design des Fünftürers betrifft, so variierten die britischen Geländewagen-Experten abermals ihre Lieblingsform: das Rechteck. Der Range Rover Sport trägt das inzwischen bekannt-kantige Markengesicht, fällt durch wulstige Radhäuser und große Lufteinlässe an den Flanken auf und ist ansonsten ebenso geradlinig und glatt gestylt wie der über ihm positionierte Range Rover und der darunter angesiedelte Landrover Discovery.

Zwischen diesen beiden Modellen wird der Neue auch preislich rangieren, das heißt, die Einstiegsvariante dürfte knapp 50.000 Euro kosten. Das ist eine Menge Geld für ein Auto, und so packen die Briten auch allerhand Technik und Luxus rein, um ein paar gute Argumente für die selbstbewusste Kalkulation zu haben.

Drei Motoren sind im Angebot, und schon deren Leistungsspektrum zeigt, dass mit dem Auto im Grunde die oberen Zehn- oder vielleicht Zwanzigtausend angesprochen werden sollen. Es gibt einen 2,7-Liter-V6-Turbodiesel mit 190 PS (140 kW), einen 4,4-Liter-V8-Sauger mit 299 PS (220 kW) und als Spitzenaggregat einen 4,2-Liter-V8-Kompressormotor mit exorbitanten 390 PS (286 kW) und einem maximalen Drehmoment von 525 Nm. Mit diesem Auto soll eine Höchstgeschwindigkeit von 225 km/h (elektronisch begrenzt) möglich sein. Serienmäßig werden sämtliche Motoren mit einer Sechsgang-Automatik kombiniert.

Landrover versteht sich als Geländewagenmarke und entsprechend Offroad-tauglich wurde auch der Range Rover Sport ausgelegt. Er bekommt das aus dem Discovery bekannte "Terrain-Response"-System, bei dem der Fahrer per Drehknopf die passende Einstellung für den jeweiligen Untergrund wählen kann. Serie sind überdies eine höhenverstellbare Luftfederung, eine geschwindigkeitsabhängige Servolenkung sowie elektronische Hilfssysteme wie Traktionskontrolle, Stabilitätskontrolle und Bremsassistent.

Die Ausstattung des Innenraums schwelgt in Leder, Holzverkleidungen und blanken Metalloberflächen. Dieser Wagen soll wertvoll aussehen, ein Kleinod in der Garage und natürlich bei allen anderen Gelegenheiten sein. Also gibt es natürlich Klimaanlage, Navigationssystem oder eine adaptive Geschwindigkeitsregelung. Auch an praktische Dinge wie etwa ein separat zu öffnendes Heckfenster haben die Entwickler gedacht. Bis das alles in Realita ausprobiert und vor allem ausgefahren werden kann, wird noch etwas Zeit vergehen. Die ersten Modelle werden im Frühsommer nächsten Jahres auf die Straßen rollen, kündigt Landrover an. Bis dahin können "Autofahrer, die derzeit noch eine luxuriöse Limousine oder einen sportlicheren Offroader besitzen" (Matthew Taylor) über einen Wechsel zum Range Rover Sport grübeln. Denn sie sind als potenzielle Kunden ausgemacht.