Renault-Diesel: Trio aus dem Kraftraum - DER SPIEGEL
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Renault-Diesel Trio aus dem Kraftraum

Für die Mégane- und Scénic-Baureihe bietet Renault ab sofort drei überarbeitete und gestärkte Dieselmotoren an. Nur die stärkste Variante des Trios erhält serienmäßig einen Rußpartikelfilter - für die anderen wird das System erst gar nicht angeboten.
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Der stärkste Selbstzünder für Mégane und Scénic ist ab sofort der 1,9-Liter-Turbodiesel mit 130 PS (96 kW), der zehn PS mehr leistet als sein Vorgänger. Ab Werk strömen die Abgase der Maschine durch einen additivfrei arbeitenden Rußpartikelfilter. Als Durchschnittsverbrauch für den Motor im Mégane geben die Franzosen 5,6 Liter Kraftstoff je 100 Kilometer an, sein maximales Drehmoment liegt bei 300 Newtonmeter. Damit rennt der Wagen in 9,0 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h. Serienmäßig wird die Kraft des Motors über ein Sechsgang-Schaltgetriebe verwaltet.

Das Leistungsplus der Maschine resultiert zum einen aus bis auf 1600 bar gesteigerten Einspritzdrücken sowie aus einem erhöhten Ladedruck des Turbos, der jetzt mit variablen Leitschaufeln bestückt ist. Zudem wurde an der Gestaltung der Brennräume gefeilt und die Voreinspritzung optimiert. 400 Euro Aufpreis verlangt Renault für das neue Aggregat im Vergleich zum Vorgänger - der so motorisierte, dreitürige Mégane kostet also hinfort ab 19.300 Euro.

Auch die beiden 1,5-dCi-Motoren wurden in ihrer Leistung gesteigert. Der bisherige 101-PS-Motor wird durch einen Selbstzünder mit nun 106 PS (78 kW) ersetzt, und das Triebwerk mit 82 PS bekommt nun einen Nachfolger, der 86 PS (63 kW) leistet. Beide neuen Diesel erfüllen die Euro-4-Abgasnorm, werden aber vorläufig nicht mit Rußpartikelfiltern angeboten. Gedrückt werden konnte aber immerhin der Verbrauch, den Renault für beide Varianten der Maschine mit durchschnittlich 4,5 Liter pro 100 Kilometer angibt. Der niedrige Verbrauch ist eine Folge der neuen Sechsloch-Einspritzdüsen mit piezoelektrischer Betätigung, mit denen sich der Kraftstoff deutlich feiner dosieren lässt als mit der bisherigen Magnetventil-Technik. Im Vergleich zu den Modellen mit den Vorgänger-Motoren steigen die Preise der Autos mit den neuen 1,5-dCi-Aggregaten um 200 Euro.