Renault Kangoo II Fuzzy-Facelift
Zu erkennen ist die Neuauflage des Marktführers unter den französischen Freizeit-Frachtern an der tiefer heruntergezogenen Wagenfront mit zweiteiligem Kühlergrill und mittig platziertem Renault-Rhombus. Hinzu kommen tropfenförmige Klarglas-Scheinwerfer und neu gestylte Heckleuchten. Auch der Innenraum bekam einen neuen Anstrich. Ins Auge fallen die zweifarbige Armaturentafel sowie eine Mittelkonsole mit Getränkehaltern, mobilem Aschenbecher und Ablagefächern. Ebenfalls neu ist ein verschließbares Handschuhfach.
Dem bisherigen Lieferwagencharme setzt Renault komfortablere Sitze mit mehr Seitenhalt entgegen. Als Vorreiter in diesem Fahrzeugsegment bieten die Franzosen dafür jetzt sogar eine Teil-Lederpolsterung an. Auch ein Navigationssystem mit dynamischer Routenführung und Radio-CD-Anlage ist ebenso wie die Vorrüstung für eine Freisprecheinrichtung gegen Aufpreis zu haben.
Ohne zusätzliches Geld bekommt der Kangoo-Käufer die zweite Generation ab Werk mit dem neuesten ABS-System von Bosch, das auch im neuen Mégane zum Einsatz kommt. In Kombination mit dem ebenfalls zur Standardausstattung gehörenden Bremsassistenten und der elektronischen Bremskraftverteilung (EBV) soll es den Bremsweg des Kangoo aus 100 km/h um bis zu vier Meter verkürzen. Eine flexible Spoilerlippe unter dem Frontstoßfänger soll außerdem die Fahrstabilität bei Seitenwind verbessern.
Für die passive Sicherheit sorgen wie beim Vorgänger serienmäßig jeweils zwei Frontairbags und Seitenairbags für den Kopf-/Schulter-Bereich von Fahrer und Beifahrer. Dazu kommen Details wie Gurtstraffer und Gurtkraftbegrenzer auf den Vordersitzen, Gurtkraftbegrenzer hinten sowie Isofix-Befestigung für Kindersitze auf dem mittleren Fondplatz. Neu ist eine Lenksäule, die bei einem Aufprall nach vorne, vom Fahrer weg, gezogen wird.
Für den Kangoo stehen fünf Motoren zur Wahl: drei Benzinaggregate und zwei Dieseltriebwerke im Leistungsspektrum von 43 kW (60 PS) bis 70 kW (95 PS). Als Topmotorisierung neu im Programm ist der 1,6-Liter-16V-Benziner, bekannt aus Clio und Laguna. Das 95 PS starke Aggregat lässt sich mit einer Vier-Stufen-Automatik kombinieren, die sich über selbst lernende Schaltprogramme und Fuzzy-Logic-Steuerung verschiedenen Fahrstilen und Straßenprofilen anpassen soll. Die Automatikversion erreicht eine Spitzengeschwindigkeit von 162 km/h und soll mit einem Verbrauch von 8,0 Liter Superbenzin pro 100 Kilometer auf dem Niveau eines Motors mit Schaltgetriebe liegen.
Übertragen wird die Kraft des neuen Kangoo wie bei allen Renault-Pkw über die Vorderräder. Mit Ausnahme der allradgetriebenen 4x4-Version, die in der Neuauflage allerdings erst ab Herbst 2003 zu haben sein wird.