Rometsch Coupé: Käfer mit Heckflosse - DER SPIEGEL
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Rometsch Coupé Käfer mit Heckflosse

Bei der "Coppa Milano - Sanremo", mit der die Saison der Oldtimer-Rallyes eröffnet wurde, erhielt ein komplett restauriertes Rometsch Coupé aus der Stiftung Automuseum Volkswagen den Hauptpreis. Der Wagen auf VW-Käfer-Basis behauptete sich dabei gegen Auto-Ikonen von Ferrari, Maserati und Aston Martin.
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Die Auszeichnung erhielt das Rometsch Coupé in der Kategorie "Musei in Movimento" (Museum in Bewegung) für seine 1959 gefertigte Sonderkarosserie auf Käfer-Plattform. Die Juroren beurteilten den Wagen als "besonders interessantes Fahrzeug" - wohl auch deshalb, weil das Auto amerikanische Stilelemente wie Heckflossen und Panoramascheibe mit einer gewissen italienischen Eleganz und den Proportionen englischer Roadster vereint. Vor vier Jahren wurde das auch "Rometsch Lawrence" genannte Fahrzeug - das sonst im Automuseum von VW in Wolfsburg steht - von Grund auf restauriert.

Gefertigt worden war die außergewöhnliche Karosserie von der Firma Rometsch aus Berlin-Halensee. Friedrich Rometsch hatte in den zwanziger Jahren damit begonnen, Karosserien für Auto-Fahrgestelle zu fertigen. In den fünfziger Jahren baute das Unternehmen auf Käfer-Basis unter anderem auch das Rometsch-Spezial-Sport-Coupé, das entfernt wie ein kleiner Mercedes SL aussah und im Volksmund "Banane" hieß. In den Jahren 1954 und 1955 erhielt dieses Auto den "Grand Premier Prix" beim Automobilsalon in Genf.

Der Rometsch Lawrence wiederum - das Design des Autos stammt von Bert Lawrence - wurde im Mai 1957 mit der "Goldenen Rose" von Genf ausgezeichnet. Er hatte das Fahrgestell des Export-Käfers, war 4,10 Meter lang, 1,60 Meter breit, 1,35 Meter hoch und wog gut 800 Kilogramm. Der 1200er-Vierzylinder-Boxer im Heck leistete 30 PS und beschleunigte das Auto auf bis zu 110 km/h. "Ein Wagen für den verwöhnten Anspruch" hieß es in einem Prospekt der Berliner Firma. Tatsächlich hatte dieses Auto keinerlei sichtbare Ähnlichkeiten mit dem VW Käfer mehr, vor allem im Innenraum bot das Auto für damalige Zeiten ein überaus luxuriöses Ambiente. Wie viele dieser Modelle gebaut wurden, lässt sich heute nicht mehr ermitteln.