Rückruf-Welle Peinlicher Pfusch
Vorzeitiger Verschleiß, Pannen mit den Zulieferern und schlampige Arbeit in der Endmontage - die Rückruf-Welle rollt wieder. Eben erst hat Mercedes 150.000 ältere Modelle aller Baureihen wegen defekter Airbags in die Werkstätten gebeten. Jetzt ist Ford dran. In den USA ruft der amerikanische Automobilhersteller gleich 1,4 Millionen Fahrzeuge zurück, um die Schlösser der Sicherheitsgurte an Fahrer- und Beifahrersitz zu überprüfen. Und auch der Nissan Almera hat Probleme mit werksseitig aufgezogenen Reifen.
Der Ford-Rückruf gilt allen Fahrzeugen des Jahrgangs 2001 der Modellreihen Ford Crown Victoria, Windstar, Ranger, F-Serie, Excursion und Expedition sowie den Mercury Grand Marquis, Lincoln Town Car, Lincoln Navigator und Lieferwagen der Mazda B-Serie, die bis zum 26. Mai 2001 produziert worden sind. Für die Mängel macht Ford Produktionsprobleme bei einem Zulieferbetrieb verantwortlich. Deutschland ist von der Aktion nicht betroffen, da die genannten Modelle - bis auf die Mazda-Pickups der B-Serie - hierzulande nicht vertrieben werden.
Anders liegt der Fall bei den 1470 deutschen Besitzern eines Nissan Almera mit Stufenheck, denen in diesen Tagen Post vom deutschen Importeur ins Haus flattern wird. Darin werden sie aufgefordert, in den kommenden Wochen beim lokalen Händler vorstellig zu werden, um die Reifen der viertürigen Limousine kontrollieren zu lassen. Weil zu wenig Reifenmontagepaste verwendet worden sei, könnte beim Aufziehen auf die Felge der Reifenwulst beschädigt worden sein. Betroffen sind ausschließlich Fahrzeuge, die zwischen März und Dezember 2000 in Japan hergestellt und ab Werk mit Stahlfelgen und Reifen der Marke Bridgestone ausgerüstet wurden. Bei Bedarf sollen defekte Reifen paarweise je Achse ersetzt werden - kostenlos.