Rückrufaktionen Nächste Ausfahrt Werkstatt
Die meisten Kunden muss Mitsubishi bitten. Wegen eines Problems mit der Vorderradaufhängung werden zurzeit allein in Deutschland 31.400 Galant-Besitzer vom Kraftfahrtbundesamt in Flensburg angeschrieben. Betroffen sind alle Fahrzeuge aus dem Produktionszeitraum August 1996 bis März 2001. In der Werkstatt wird überprüft, ob das Kugelgelenk am vorderen Querlenker zu viel Spiel aufweist. Unfälle seien noch nicht bekannt geworden, der Mangel ist bei internen Untersuchungen aufgefallen.
Weltweit sind von dem Rückruf sogar 349.376 Fahrzeuge betroffen - darunter auch die Modelle Lancer und Grandis. Der neue Van ist in Deutschland noch nicht eingeführt, über einen Rückruf des Lancer ist Mitsubishi Deutschland nichts bekannt. Kosten dieser Aktion: rund 38 Millionen Euro.
Harmloser, wenn auch nicht weniger zahlreich, sind die Elektronikdefekte beim Daihatsu Cuore der Varianten L 501 und L 701. Rund 25.000 dieser Modelle, die vor September 2000 gebaut wurden, rufen die Japaner in die Werkstätten zurück. Durch eindringende Feuchtigkeit oder Spritzwasser könne es im Bereich der Heckleuchtenverkabelung zur Oxidation der Anschlüsse und Steckverbindungen kommen und somit zum Ausfall der Rückleuchten. Die Dauer der Reparatur hat Daihatsu Deutschland auf zwölf Minuten angesetzt.
Eine gute Stunde werden sich hingegen die Besitzer der Volvo-Modellreihen S40 und V40 gedulden müssen, bis die Kraftstoffleitungen ihrer Autos überprüft wurden. Nach Angaben der Schweden wurde bei den Benziner-Versionen "im Werk festgestellt, dass der Kraftstoffdruck-Prüfanschluss sich unter Umständen nicht in der vorgegebenen Position befindet" und es so zu Leckagen kommen kann. Insgesamt sind in Deutschland 4578 Modelle der Modelljahre 2004 (S40) und 2003/2004 (V40) betroffen. Noch eine halbe Stunde länger dauert der Austausch der vorderen Raddrehzahlsensoren beim SUV XC90 des Modelljahrs 2004, von dem in Deutschland 264 Fahrzeuge in die Werkstätten gebeten werden. Nach Volvo-Angaben kann es "im Fahrbetrieb zu einer Verfälschung des Raddrehzahlsensor-Signals zum Steuermodul kommen". In beiden Fällen sollen Werkstattersatzwagen gestellt werden.
Fehlerhafte Sensoren im Motor sind auch der Grund für Renault weltweit 3879 Vel-Satis-Modelle mit 3,5-Liter-V6-Motor in die Werkstatt zu beordern. In Deutschland sind von diesem offiziellen Rückruf über das Kraftfahrtbundesamt in Flensburg 581 Modelle betroffen. Die defekten Motorsensoren an Kurbelwelle und Nockenwelle können, so Renault, zu "Ruckeln, Leistungsabfall und Startproblemen führen". Die Kunden werden angeschrieben. Der Austausch der Sensoren dauert rund eine Stunde.