Rußfilterskandal: Fahrer von Dieselstinkern könnten Steuervorteil verlieren - DER SPIEGEL
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Rußfilterskandal Fahrer von Dieselstinkern könnten Steuervorteil verlieren

Das Kraftfahrzeugbundesamt hat 45.000 Halter alter Dieselautos aufgefordert, ihre defekten Rußfilter rasch auszutauschen. Ansonsten drohe ein Verlust des bereits gewährten Steuervorteils. Das Problem dabei: Sechs Monate nach dem Auffliegen des Skandals gibt es noch immer keine Ersatzgeräte.
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Hamburg - Für alte Dieselstinker, die mit einem schadhaften Nachrüstfilter der Firmen GAT, Bosal oder Tenneco ausgestattet wurden, gibt es immer noch keine Ersatzgeräte. Zwar hätten einige Unternehmen Anträge auf die Zulassung neuer Filtersysteme eingereicht. "Bislang liegt aber kein positives Prüfgutachten vor", erklärte ein Sprecher des Kraftfahrzeugbundesamts (KBA) SPIEGEL ONLINE.

In etwa 45.000 Autos wurden in den vergangenen Jahren Filter mit geringer oder keiner Wirkung eingebaut. Für die fraglichen Filtersysteme hatte zwar eine Genehmigung des KBA vorgelegen. Später stellte sich jedoch heraus, dass die Geräte kaum oder überhaupt nicht filterten.

Im November 2007 hatten sich Bundesregierung sowie die Verbände von Kraftfahrzeughandel und Werkstätten darauf geeinigt, den betroffenen Autofahrern im Rahmen einer Kulanzregelung kostenlosen Ersatz zu garantieren. Bisher läuft der Austausch jedoch äußerst schleppend - weil es keine neuen Filter gibt.

Nach Angaben der Deutschen Umwelthilfe (DUH) hat das KBA vergangene Woche in einem offiziellen Schreiben die Halter der betroffenen Pkw aufgefordert, "sehr rasch von der kostenfreien Austauschmöglichkeit Gebrauch zu machen". Ein KBA-Sprecher bestätigte die Existenz des Schreibens.

Erstmals drohte die Behörde darin mit dem Entzug der "gewährten Steuervorteile sowie der Berechtigung zum Befahren von Umweltzonen für Fahrzeuge mit mangelhaften Filtern". Wann der Steuervorteil verfallen könnte, blieb bislang unklar.

hil