Russischer "Volkswagen": Bär aus Plastik - DER SPIEGEL
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Russischer "Volkswagen" Bär aus Plastik

Was tut man, um sich beim Volk beliebt zu machen? Man stellt ihm ein billiges Auto vor die Tür. Nach einem Bericht der "Moscow Times" will jetzt die russische Pro-Kreml-Partei Einheit bis zum Jahr 2003 so einen "Volkswagen" aus Vollplastik auf den Markt bringen.
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Das 700 Kilogramm leichte Modell soll nach dem Parteimaskottchen "Mischka" (Bär) benannt werden. Angetrieben wird es von einem Daewoo-Motor, der den Kleinwagen bis zu 150 km/h schnell machen soll. Entwickelt wurde es schon im Jahr 1999 von der Firma ASM - nun wollen die Parteifunktionäre sich an der Produktion des Mischka beteiligen.

Mit einem Preis von gerade mal 2000 Dollar (rund 4400 Mark) sei das Auto besonders für "Hausfrauen, Studenten und andere Bevölkerungsgruppen" geeignet, die sich keine importierten Westwagen leisten könnten, so Viktor Yurakow, Parteivorsitzender der Region St. Petersburg. "Und die Reichen können ja weiter ihren Mercedes fahren."

Das populistische Projekt stößt jedoch nicht überall auf Zustimmung, besonders die Sicherheit der Kunststoffkarosse wird von Experten angezweifelt. So wird im russischen Internet darüber diskutiert, ob diesem Auto nicht Extra-Fahrbahnen zugewiesen werden müssten, weil sich sonst die Zahl der Verkehrstoten schnell verdoppeln würde. Jährlich sterben bei Verkehrsunfällen in Russland mehr als 30.000 Menschen.