Saab 9-7X: Kunden-Alarm - DER SPIEGEL
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Saab 9-7X Kunden-Alarm

Auf der New York Autoshow stellt die schwedische GM-Marke Saab gerade ihren ersten Geländewagen vor. Mit dem Wagen, der ab Anfang nächsten Jahres in den USA verkauft werden soll, verbindet Saab hochgesteckte Ziele.
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Bei Marketingleuten schrillen in solchen Fällen die Alarmglocken: Eine Studie, die Saab in den USA in Auftrag gegeben hatte, ergab, dass 39 Prozent aller US-Kunden der Marke derzeit auch ein Sport Utility Vehicle besitzen. Und: Knapp 30 Prozent aller ehemaligen Saab-Käufer, die zu einer anderen Marke wechseln, kaufen bei der Konkurrenz einen viertürigen SUV.

Saab hat keinen SUV. Noch nicht, aber das soll sich ganz schnell ändern. In New York wird jetzt schon mal der Prototyp gezeigt, am 24. Januar nächsten Jahres soll die Serienproduktion des Autos im General-Motors-Werk in Moraine (US-Staat Ohio) anlaufen. Kurz darauf werden die ersten Exemplare des Modells 9-7X - so der Plan - bei den Händlern stehen.

Dann, so hoffen die Schweden, werden die Saab-Limousinen-Fahrer auch zum Saab-SUV greifen. Und die ehemaligen Saab-Käufer werden, wenn sie den Drang nach einem Allradler verspüren, ebenfalls in den Schoß der Marke zurückkehren können. Bedingung ist natürlich, dass sie zwischen 35.000 und 45.000 Dollar locker machen können, denn so viel wird das künftige Geländemodell kosten.

"Beim Saab 9-7X liegt die Betonung hauptsächlich auf dem Begriff Sport in der Bezeichnung Sport Utility Vehicle", sagt Peter Augustsson, der Präsident und Vorstandschef von Saab. Die Kategorie Utility wurde dennoch nicht ganz vergessen, denn immerhin fasst der Laderaum des 4,91 Meter langen Autos stattliche 1161 Liter, und sobald die Rückbank umgelegt ist, werden daraus sogar 2268 Liter.

Trotzdem - der 9-7X soll auf dem US-Markt als sportliches Trendmobil mit europäischer Fahrwerksabstimmung positioniert werden. Zwei Motoren sind für das Auto vorgesehen. Ein 4,2-Liter-Reihen-Sechszylinder mit 275 PS (205 kW) Leistung und ein 5,3-Liter-V8-Motor mit rund 300 PS (224 kW). Mit dem neuen Modell fährt Saab die vierte Baureihe vor - und bereits die zweite, die zumindest vorläufig nicht in Europa vertrieben wird. Die Priorität liegt in den USA, wo die Schweden nach eigenen Angaben die "am schnellsten wachsende europäische Premiummarke sind". Im vergangenen Jahr habe der Zuwachs an Verkäufen 26,7 Prozent betragen, teilt die US-Statthalterin des Unternehmens, Debra Kelly-Ennis, mit.

Das Design des neuen Edel-SUVs stammt aus der Feder des Deutschen Michael Mauer, der vor seinem Wechsel nach Göteborg bei Smart gearbeitet hatte. In der Vorderansicht ist ihm ein durchaus eigenständiges Geländeauto mit typischem Saab-Gesicht gelungen. Das Heck jedoch wirkt blass und austauschbar. Eine Saab-Besonderheit jedoch wurde auch beim neuen Auto nicht angetastet: Das Zündschloss sitzt nach wie vor in der Mittelkonsole hinter dem Schalthebel.