Ende einer Kultmarke: Diese Saab-Schönheiten sind Geschichte
Ende einer Kultmarke Saabschied
Die Automarke Saab ist endgültig tot. Das Saab-Nachfolgeunternehmen National Electric Vehicle Sweden (NEVS) gab nun offiziell den Versuch auf, die Marke für sein geplantes E-Auto zu nutzen. Das Modell, das 2017 auf den Markt komme, werde zwar auf dem Saab 9-3 basieren, aber unter der Marke NEVS herausgebracht.
"Mit großem Respekt vor unserer Geschichte und Erbe als Automobilhersteller möchten wir nun als wir selbst erkannt werden: als Anbieter von nachhaltigen Mobilitätslösungen", sagte NEVS-Präsident Mattias Bergman laut einer Pressemitteilung.
Die Traditionsmarke Saab gehört dem gleichnamigen schwedischen Rüstungskonzern. NEVS war es nicht gelungen, sich von dem Unternehmen die Nutzungsrechte zu sichern. Auch das Markenlogo, ein gekrönter Greif, wird endgültig von Pkw-Motorhauben verschwinden. Künftig werde NEVS als Markenzeichen den Schriftzug des Unternehmens auf Fahrzeugen anwenden, heißt es auf der offiziellen Internetseite von NEVS.
Saab genießt bei Fans immer noch Kultstatus
Um das Saab-Markenlogo hatte es in den vergangenen Jahren Streit gegeben. Sowohl Scania, die bis 1990 zur gleichen Unternehmensgruppe wie Saab gehörten und deshalb das gleiche Logo nutzen, als auch der gleichnamige Rüstungskonzern waren dagegen, dass NEVS das Logo für seine zukünftigen Autos einsetzt.
Der erste Serien-Saab war 1949 vom Band gerollt; die Marke genießt bei vielen Autofans weltweit Kultstatus. 1990 verkaufte die Saab-Gruppe die Automobilsparte an den US-Konzern General Motors, der sie wiederum 2010 an das niederländische Unternehmen Spykers weiterreichte. 2012 meldete der Autohersteller Saab Insolvenz an und wurde von NEVS übernommen. Hinter dem Unternehmen stehen chinesische Investoren.
NEVS baute nur für wenige Monate Saab-Autos und gab dies im Mai 2014 auf. Die Firma nutzte aber das Know-how für die Entwicklung von Elektroautos. Im vergangenen Jahr sicherte sich NEVS einen Auftrag der chinesischen Mietwagenfirma Panda, für umgerechnet elf Milliarden Euro 250.000 Autos zu bauen.