Schaulustige: Polizei will Gaffer härter bestrafen - DER SPIEGEL
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Verkehrssicherheit Polizei will Gaffer härter bestrafen

Der Verkehr staut sich, der Notarzt kommt kaum durch - nur weil einige die Katastrophe filmen: Schaulustige sind bei Unfällen ein Problem. Nun fordert die Deutsche Polizeigewerkschaft, dass Gaffen ein eigener Straftatbestand wird.
Warnschild Unfallstelle: Die Sensationsgier siegt
Warnschild Unfallstelle: Die Sensationsgier siegt

Warnschild Unfallstelle: Die Sensationsgier siegt

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Carsten Rehder/ picture-alliance/ dpa

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Gaffer sind lebensgefährlich. Sie behindern Rettungskräfte und können weitere Unfälle verursachen. Nach einem schweren Unfall auf der Autobahn 57 bei Köln fordert die Deutsche Polizeigewerkschaft, dass Gaffen bei Unfällen zu einem eigenen Straftatbestand wird, berichtete die "Rheinische Post". "So etwas muss einfach härter und konsequenter geahndet werden, als es bisher der Fall ist", sagte der NRW-Vorsitzende Erich Rettinghaus.

Schon jetzt können Schaulustige wegen Ordnungswidrigkeiten belangt werden. Wer am Steuer mit dem Handy filmt, muss ein Bußgeld zahlen und bekommt einen Punkt in Flensburg. Wer wegen einer Sensation auf die Bremse tritt und den Verkehr behindert, zahlt 20 Euro. Bei unterlassener Hilfeleistung kann es bis zu ein Jahr Haft geben.

Doch in den seltensten Fällen werden Gaffer tatsächlich bestraft. Für eine Anzeige braucht die Polizei nicht nur das Kennzeichen der Autos. Damit sich Fahrer nicht rausreden können, muss auch eine Beschreibung oder ein Foto des Fahrers vorliegen. Bei dem Unfall auf der A57 war deshalb ein Beamter dafür abgestellt, Schaulustige im Gegenverkehr zu notieren, berichtet der "Kölner Stadt-Anzeiger". Die Halter bekommen in den nächsten Tagen Post.

cpa

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